Palantir steht diese Woche gleich von zwei Seiten im Rampenlicht: Ein Analyst sieht durch die geopolitische Lage zusätzliches Geschäftspotenzial – ausgerechnet während Mitgründer Peter Thiel einen großen Aktienverkauf anmeldet. Genau diese Mischung zeigt, warum der Titel für viele zugleich „Defence-AI-Story“ und hoch bewertete Wachstumswette bleibt.
Analyst hebt Kursziel – Krieg als Nachfragetreiber
Rosenblatt Securities hat das Kursziel für Palantir auf 200 US-Dollar angehoben (zuvor 150) und die Kaufempfehlung bestätigt. Begründung: zunehmende globale Instabilität und steigende Nachfrage nach verteidigungsnahen Software-Lösungen. Analyst John McPeake formulierte pointiert, dass Krieg „leider den Wert von Palantir“ im Vergleich zu „nur einem weiteren LLM“ unterstreiche.
Zusätzliche Dynamik kommt aus Washington: Die Trump-Regierung stufte das KI-Start-up Anthropic am Wochenende als „Lieferkettenrisiko“ ein und wies Bundesbehörden an, dessen Technologie schrittweise zu ersetzen. Rosenblatt sieht darin eine Chance für Palantirs integrierte Plattformen – auch, weil Behörden laut McPeake ausreichend Zeit hätten, auf andere von Palantir unterstützte Sprachmodelle umzusteigen. Zudem brachte er die Möglichkeit weiterer großvolumiger Konsolidierungsdeals im Behördenumfeld ins Spiel.
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Insider-Verkauf trifft auf nervösen Handel
Parallel zum positiven Analystenimpuls kam ein potenzieller Bremsklotz: Eine Meldung vom späten Montag zeigt, dass Peter Thiel den Verkauf von 2 Millionen Aktien im Wert von rund 280 Millionen US-Dollar plant. Der Schritt erfolgt laut Einreichung im Rahmen eines vorab festgelegten Rule-10b5-1-Plans. Thiel zählt laut LSEG-Daten zu den fünf größten Anteilseignern und behält trotz des Verkaufs über hochstimmrechtsberechtigte Class-F-Aktien Einfluss.
Dass solche Signale den Handel kurzfristig aufwühlen können, zeigte sich auch in den jüngsten Sitzungen. Neue Entwicklungen im Konflikt zwischen den USA, Israel und Iran sorgten für merkliche Schwankungen – Palantir profitiert zwar von seiner starken Position im Verteidigungsumfeld, bleibt aber nicht immun gegen risk-off-Bewegungen an geopolitisch angespannten Tagen. In den bereitgestellten Daten spiegelt sich die jüngste Dynamik: In den letzten sieben Tagen legte die Aktie um 11,52% zu.
Starke Q4-Zahlen stützen die Story – doch Bewertung bleibt heikel
Der Optimismus fußt nicht nur auf geopolitischen Argumenten, sondern auch auf operativen Zahlen: Im vierten Quartal 2025 meldete Palantir 1,4 Milliarden US-Dollar Umsatz (+70% zum Vorjahr) und ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von 0,25 US-Dollar (Erwartung: 0,23). Das US-Kommerzgeschäft wuchs dabei um 137% gegenüber dem Vorjahr. Die Kundenzahl stieg um 34% auf 954, und im Quartal wurden Verträge über 4,26 Milliarden US-Dollar abgeschlossen (+138%).
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Zusätzlichen Rückenwind lieferte eine neue Partnerschaft mit GE Aerospace und dem US-Verteidigungsministerium für KI-gestützte Analysen in der Triebwerkswartung. Für 2026 stellte das Unternehmen 7,182 bis 7,198 Milliarden US-Dollar Umsatz in Aussicht – ein Signal, dass die Nachfrage nach AIP- und Gotham-Plattformen aus Sicht des Managements hoch bleibt.
Warum ist die Bewertung trotzdem so umstritten? Weil Palantir trotz starker Kennzahlen zu den am ambitioniertesten bewerteten Softwarewerten zählt: Im Artikel wird eine Marktkapitalisierung von rund 342 Milliarden US-Dollar genannt, verbunden mit sehr hohen Bewertungsmultiplikatoren (u.a. bezogen auf Umsatz und Gewinn). Das macht die Aktie besonders empfindlich, wenn sich das Zins- und Inflationsumfeld durch geopolitische Effekte wieder verschärfen sollte.
In den nächsten Wochen dürfte sich daher entscheiden, ob der operative Rückenwind aus Behörden- und Verteidigungsnachfrage die zwei zentralen Gegenkräfte ausbalanciert: die optisch belastende Größenordnung des Insider-Verkaufs und eine Bewertung, die weiterhin wenig Raum für Enttäuschungen lässt.
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