Palantir hat diese Woche auf seiner AIPCon-9-Konferenz in Miami eine Reihe strategischer Partnerschaften verkündet — und damit ein klares Signal gesetzt, wohin die Reise gehen soll: weg vom spezialisierten Analyseanbieter, hin zum vollständigen KI-Betriebssystem für Regierungen und Rüstungskonzerne.
NVIDIA-Partnerschaft als strategischer Kern
Das strukturell bedeutsamste Abkommen ist die gemeinsame Sovereign-AI-Architektur mit NVIDIA. Die sogenannte AIOS-RA liefert Kunden eine schlüsselfertige KI-Infrastruktur — von der Hardware-Beschaffung bis zur Anwendungsbereitstellung. Palantirs gesamtes Software-Portfolio, darunter AIP, Foundry und Apollo, läuft auf dieser Basis.
Der Ansatz zielt auf Organisationen, die ihre Daten und KI-Modelle vollständig unter eigener Kontrolle halten müssen: Verteidigungsbehörden, Finanzinstitute und ausländische Regierungen, die Cloud-Dienste amerikanischer Hyperscaler meiden. McKinsey schätzt, dass der Markt für souveräne KI-Infrastruktur von rund 150 Milliarden Dollar im Jahr 2025 auf bis zu 600 Milliarden Dollar bis 2030 wachsen könnte.
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Partnerschaften quer durch die Industrie
Mit GE Aerospace wurde eine mehrjährige Zusammenarbeit ausgebaut, die KI-gestützte Systeme für die Einsatzbereitschaft militärischer Luftfahrzeuge der U.S. Air Force entwickelt — konkret begann das Projekt mit der Wartungsoptimierung für den J85-Triebwerk der T-38-Trainingsflugzeuge.
Weitere Abkommen umfassen Ondas und World View für eine Plattform, die Drohnen, Stratosphärenballons und Bodenroboter verknüpft, sowie Centrus Energy für den Einsatz von Palantir-Software in der Urananreicherung. Die Partnerschaft mit dem koreanischen IT-Dienstleister LG CNS öffnet Palantir den Zugang zum industriellen Netzwerk des LG-Konzerns — mit einem dedizierten Engineering-Team für Fertigung, Energie, Logistik und Elektronik.
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Starkes Wachstum, anspruchsvolle Bewertung
Operativ liefert Palantir beeindruckende Zahlen: Im vierten Quartal 2025 stieg der Umsatz um 70 Prozent auf 1,41 Milliarden Dollar, das US-Geschäft mit Unternehmenskunden wuchs sogar um 137 Prozent. Für das Gesamtjahr 2026 erwartet das Management einen Umsatz von rund 7,19 Milliarden Dollar — das US-Kommerzgeschäft soll dabei um mindestens 115 Prozent zulegen.
Die Bewertung bleibt jedoch ein Streitpunkt. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 237 auf Basis der Vergangenheitszahlen und einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von über 81 ist die Aktie für eine Zukunft bepreist, die exakt nach Plan eintreten muss. 16 von 28 Analysten empfehlen den Titel zum Kauf, das Konsens-Kursziel liegt bei 186 Dollar — deutlich über dem aktuellen Niveau von rund 132 Euro, aber spürbar unter dem Allzeithoch vom November 2025.
Ob die neu verkündeten Partnerschaften schnell genug in messbares Umsatzwachstum münden, um die hohen Erwartungen zu rechtfertigen, wird die entscheidende Frage für den weiteren Kursverlauf bleiben — zumal das Wachstum bislang stark auf den US-Markt konzentriert ist.
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