Mizuho senkt das Kursziel für Palantir — und das ist längst nicht die einzige schlechte Nachricht. Während Analysten vorsichtiger werden, verkaufen Führungskräfte im großen Stil. Das Bild ist widersprüchlich.
Kursziel runter, Konsens trotzdem höher
Die japanische Investmentbank Mizuho hat ihr Kursziel für Palantir von 195 auf 185 US-Dollar gesenkt. Der Schritt erfolgt im Rahmen einer breiteren Revision des Softwaresektors vor der Berichtssaison. Betroffen sind auch Microsoft, Datadog und ServiceNow.
Mit 185 Dollar liegt Mizuho leicht unter dem Konsens der Analysten, der bei durchschnittlich 197 Dollar liegt. Das Kursziel bleibt dennoch weit über dem aktuellen Handelsniveau. Die Aktie notiert derzeit bei rund 117,80 Euro — rund 35 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch vom November 2025.
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Wachstumsstory intakt, Bewertung bleibt heiß
Die langfristige Wachstumsthese steht. Analysten erwarten für Palantir in den nächsten drei Jahren ein Gewinnwachstum von 201 Prozent. Das übertrifft Broadcom mit 144 Prozent und Nvidia mit 68 Prozent deutlich. Nur Tesla liegt mit 271 Prozent noch darüber.
Fundamental liefert das Unternehmen: Im letzten Quartal wuchs der Umsatz um 70 Prozent auf 1,41 Milliarden Dollar. Das übertraf die Konsenserwartung von 1,34 Milliarden Dollar spürbar. Die KI- und Datenanalyseplattformen gelten als Haupttreiber dieser Dynamik.
Das Problem: Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei rund 215. Für eine solche Bewertung braucht es fehlerfreie Ausführung — Quartal für Quartal.
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Institutionelle und Insider ziehen sich zurück
Parallel zur Kurszielkorrektur zeigen Pflichtmitteilungen einen klaren Trend. Massachusetts Financial Services hat seine Position um 36,9 Prozent reduziert. Decker Retirement Planning verkaufte sogar 65,9 Prozent seiner Anteile. McGuire Investment Group senkte die Position um 4,2 Prozent — hält Palantir aber weiterhin als sechstgrößte Einzelposition.
Schwerer wiegt der Insider-Verkauf. CEO Alexander Karp und Mitgründer Stephen Cohen haben in den vergangenen drei Monaten gemeinsam Aktien im Wert von rund 137,7 Millionen Dollar abgestoßen. Solche Transaktionen müssen nicht bedeuten, dass das Management die Wachstumsstory nicht glaubt — aber sie erhöhen den Erklärungsdruck.
Die nächsten Quartalszahlen werden zeigen müssen, ob das Umsatzwachstum das hohe Bewertungsniveau weiter trägt. Bis dahin bleibt die Lücke zwischen Wachstumsfantasie und Insiderverhalten das zentrale Spannungsfeld.
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