Palantir Aktie: Marktrückblick ohne Highlights

Palantir sieht sich mit massiven Insider-Verkäufen und einer hohen Bewertung konfrontiert, während Analysten trotz Kurszielsenkung optimistisch bleiben. Der Quartalsbericht am 4. Mai wird entscheidend.

Palantir Aktie
Kurz & knapp:
  • Mizuho senkt Kursziel, behält aber positives Rating
  • Umsatzwachstum von 70 Prozent im letzten Quartal
  • Insider verkauften Aktien für fast 433 Millionen Dollar
  • Entscheidender Quartalsbericht am 4. Mai 2026

Kurszielkürzung, massiver Insider-Abverkauf und ein Quartalsbericht in drei Wochen — Palantir hat gerade viel zu verdauen. Trotzdem legte die Aktie am Dienstag fast fünf Prozent zu. Der Widerspruch ist kein Zufall.

Mizuho kürzt, bleibt aber bullish

Analyst Gregg Moskowitz von Mizuho hat das Kursziel für Palantir von 195 auf 185 US-Dollar gesenkt. Das Rating bleibt bei „Outperform“. Der Grund ist kein operativer Schwachpunkt bei Palantir selbst, sondern ein sektorweiter Neubewertungsprozess. Bewertungsmultiplikatoren im Softwarebereich liegen derzeit rund 40 Prozent unter ihrem Dreijahresdurchschnitt — das trifft Microsoft und Datadog genauso. Moskowitz sieht kurzfristig besseres Chancen-Risiko-Verhältnis anderswo im Sektor, bleibt langfristig aber positiv gestimmt.

Wachstum gegen Bewertung

Das Kernproblem bleibt ungelöst. Palantir wächst außergewöhnlich schnell: Im vierten Quartal 2025 kletterte der Umsatz auf 1,4 Milliarden US-Dollar — ein Plus von 70 Prozent gegenüber dem Vorjahr, das zehnte Quartal in Folge mit beschleunigtem Wachstum. Das US-Handelsgeschäft legte sogar um 137 Prozent zu.

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Für das Gesamtjahr 2026 peilt das Unternehmen einen Umsatz von rund 7,2 Milliarden US-Dollar an. Das entspräche einem Wachstum von etwa 61 Prozent. Trotzdem: Die Aktie wird aktuell mit dem 99-fachen des erwarteten 2026-Gewinns gehandelt. Der Sektormedian liegt bei etwa 21. Kein Wunder, dass Bewertungsskeptiker laut werden.

In Euro notiert die Aktie bei 121,20 Euro — rund 33 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch vom November 2025 und seit Jahresanfang gut 15 Prozent im Minus.

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Insider ziehen Kapital ab

Parallel zum Kursdruck läuft ein massiver Abverkauf durch Unternehmensinsider. Peter Thiel hat in den vergangenen sechs Monaten zwei Millionen Aktien für geschätzte 290 Millionen US-Dollar verkauft — ohne eine einzige Kauftransaktion. CEO Alexander Karp kommt auf 32 Verkäufe mit einem Gesamtvolumen von rund 132 Millionen US-Dollar. President Stephen Cohen steuert weitere rund 100 Millionen US-Dollar bei. Allein in den letzten drei Monaten summierten sich die Insider-Verkäufe auf fast 433 Millionen US-Dollar.

Gegenläufig dazu kaufte ARK Invest rund 85.000 Palantir-Aktien über fünf ETFs — ein Volumen von etwa 11 Millionen US-Dollar. Institutionelle Nachfrage also, aber in einer anderen Größenordnung als das, was Insider abgeben.

Der 4. Mai entscheidet

Am 4. Mai legt Palantir die Zahlen für das erste Quartal 2026 vor. Das Unternehmen selbst erwartet einen Quartalsumsatz zwischen 1,532 und 1,536 Milliarden US-Dollar sowie ein bereinigtes operatives Ergebnis von rund 870 Millionen US-Dollar. Bei einer Bewertung, die kaum Spielraum für Enttäuschungen lässt, wird jede Abweichung vom Zielkorridor sofort bestraft. Wer auf Palantir setzt, braucht am 4. Mai starke Zahlen — und am besten noch stärkere Guidance.

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