Palantir Aktie: Militär-Umbau

Das US-Verteidigungsministerium verlangt den Austausch von KI-Modellen in Palantirs Militärplattform, während die Nachfrage nach Verteidigungssoftware durch geopolitischen Spannungen steigt.

Palantir Aktie
Kurz & knapp:
  • Erzwungener Wechsel von Anthropics KI-Modellen
  • Starke Umsatzsteigerung durch US-Geschäft
  • Geopolitische Spannungen treiben Nachfrage an
  • Sehr hohe Bewertung bei optimistischen Prognosen

Das Pentagon zwingt Palantir zum Austausch seiner KI-Modelle – ausgerechnet in einer Phase, in der die Nachfrage nach militärischer Software boomt. Während die Aktie nach einem Iran-bedingten Aufschwung wieder bei 133 Euro notiert, muss der Datenkonzern seine wichtigste Militärplattform umbauen. Gleichzeitig winken neue Großaufträge.

Anthropic raus, neue Modelle rein

Das US-Verteidigungsministerium hat Anthropic auf eine schwarze Liste gesetzt – mit direkten Folgen für Palantir. Der Konzern muss die Claude-KI-Modelle von Anthropic aus seiner Maven Smart Systems-Plattform entfernen, die für Verträge im Milliardenwert entscheidend ist.

Der Grund: Nach der US-Militäraktion in Venezuela Anfang Januar, bei der Diktator Nicolás Maduro festgenommen wurde, fragte Anthropic bei Palantir nach, ob dessen KI bei der Operation zum Einsatz kam. Was Anthropic als Routineanfrage bezeichnete, werteten Pentagon und Palantir als potenzielle Bedrohung für den Zugang zu sensiblen Informationen.

Die erzwungene Umstellung schafft Risiken: Palantir muss missionskritische Software am Laufen halten, während es die Architektur neu aufbaut. Zugleich zeigt die Episode, wie abhängig der Konzern von externen KI-Anbietern und politischen Entscheidungen ist. Doch das Pentagon lenkt bereits Aufträge zu zugelassenen Anbietern – und Palantir gehört dazu.

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Iran-Krise treibt die Nachfrage

Die verschärften Spannungen im Nahen Osten spielen Palantir in die Karten. Nach militärischen Schlägen der USA und Israels gegen den Iran stieg die Aktie innerhalb einer Woche um 15 Prozent. Regierungen suchen verstärkt nach vertrauenswürdigen Anbietern KI-gestützter Verteidigungssoftware.

Rund die Hälfte der Einnahmen stammt aus US-Regierungs- und Militärverträgen. Die geopolitische Lage könnte diesen Anteil weiter steigern. Im vierten Quartal 2025 kletterte der Umsatz um 70 Prozent auf 1,41 Milliarden Dollar, getrieben vom US-Geschäft mit Unternehmenskunden, das um 137 Prozent zulegte.

Bewertung bleibt umstritten

Für 2026 rechnet Palantir mit Erlösen zwischen 7,18 und 7,20 Milliarden Dollar – deutlich über den Analystenschätzungen. Die Gewinnprognose liegt 76 Prozent über dem Vorjahr, weit mehr als die 14 Prozent des S&P 500-Durchschnitts.

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Die Kehrseite: Ein KGV von 230 lässt Anleger zweifeln. Der S&P 500 kommt auf 24. Von den 28 von MarketBeat erfassten Analysten lautet das Konsensrating auf „Moderate Buy“ mit einem durchschnittlichen Kursziel von 188 Dollar – die Bandbreite reicht allerdings von 45 bis 255 Dollar.

Thiel wirbt in Tokio

Parallel zur Verteidigungsoffensive arbeitet Palantir an seiner Japan-Strategie. Am 5. März traf Mitgründer Peter Thiel Premierministerin Sanae Takaichi in Tokio. Thema: Zusammenarbeit bei KI, Big Data und digitaler Infrastruktur.

Palantir hat seine Partnerschaft mit dem Versicherungskonzern SOMPO Holdings ausgebaut und will Japan als Wachstumsmarkt erschließen. Die nächsten Quartalszahlen am 11. Mai werden zeigen, ob sich die diplomatischen Bemühungen auszahlen.

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