Die Palantir-Aktie steht am Dienstag im Fokus, nachdem Truist Securities mit einer Kaufempfehlung und einem Kursziel von 223 Dollar in die Coverage eingestiegen ist. Der Titel notiert aktuell bei einem KGV von über 400 – eine Bewertung, die selbst die Analysten als üppig bezeichnen. Dennoch sehen sie in dem KI-Spezialisten einen „erstklassigen AI-Asset“.
Die Begründung: Seit dem Launch der Artificial Intelligence Platform (AIP) im zweiten Quartal 2023 hat sich das Wachstumstempo massiv beschleunigt. Der Umsatz legte zuletzt um 63 Prozent im Jahresvergleich zu – ein gewaltiger Sprung gegenüber den mageren 13 Prozent zuvor. Die operative Marge kletterte auf über 50 Prozent, während die Bruttomarge bei beeindruckenden 80,81 Prozent liegt.
US-Marine setzt auf Palantir-Software
Doch das ist nicht alles. Das Unternehmen sicherte sich kürzlich zwei Großaufträge der US-Navy mit einem Gesamtvolumen von knapp 900 Millionen Dollar. Die Software-Plattformen Foundry und AIP sollen die Schiffsbau-Operationen modernisieren und die Effizienz bei U-Boot-Herstellern steigern. William Blair-Analyst Louie DiPalma sieht darin eines der potenziell größten Programme in der Unternehmensgeschichte.
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Parallel dazu verlängerte Frankreichs Inlandsgeheimdienst DGSI seinen Dreijahresvertrag mit Palantir – eine Partnerschaft, die bereits seit fast einem Jahrzehnt läuft. Das internationale Geschäft bleibt für Truist ein entscheidender Wachstumshebel, auch wenn bislang vor allem die US-Sparte das Tempo vorgibt.
Accenture greift nach Faculty – Kampfansage an Palantir?
Während Palantir seine Position ausbaut, formiert sich Konkurrenz. Der Beratungsriese Accenture kauft das britische KI-Start-up Faculty – ein direkter Palantir-Wettbewerber. Faculty-CEO Marc Warner wechselt als Chief Technology Officer zu Accenture und bringt rund 400 Mitarbeiter mit. Der Kaufpreis blieb geheim, doch die Botschaft ist klar: Accenture will sich als KI-Marktführer neu positionieren.
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Die Übernahme zeigt, wie hart der Kampf um KI-Mandate bei Regierungen und Konzernen tobt. Palantir hat zwar einen Vorsprung, doch etablierte Player mit globaler Reichweite wie Accenture holen auf.
Der Kurs reagierte im vergangenen Jahr mit einem Plus von 129 Prozent – eine Rally, die allerdings die Bewertung in schwindelerregende Höhen getrieben hat. Bleibt die Frage: Rechtfertigen die Wachstumsraten und Margen das extreme KGV? Truist sagt ja. Doch mit Accenture im Nacken wird der Wettbewerb härter.
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