Das US-Verteidigungsministerium plant mit dem „Golden Dome“ ein gigantisches Raketenabwehrsystem – und Palantir soll eine zentrale Rolle bei der Softwareentwicklung spielen. Während diese Aussicht auf neue Milliardenaufträge die Fantasie vieler Investoren anregt, gießt ein Analystenhaus nun Wasser in den Wein. Die Warnung: Das Unternehmen müsse auf Jahre hinaus fehlerfrei wachsen, um die aktuelle Bewertung zu rechtfertigen.
Milliardenauftrag am Horizont
Im Zentrum der aktuellen Aufmerksamkeit steht das „Golden Dome“-Projekt der Trump-Administration. Das geplante Raketenabwehrsystem verfügt über ein Gesamtbudget von 185 Milliarden US-Dollar. Gemeinsam mit dem Rüstungstechnologie-Unternehmen Anduril soll Palantir die Software entwickeln, die Radaranlagen, Sensoren und Abwehrwaffen vernetzt. Erste Tests sind bereits für diesen Sommer angesetzt. Beobachter von Rosenblatt Securities schätzen, dass allein auf die Softwarekomponente jährlich bis zu 12 Milliarden US-Dollar entfallen könnten.
Analysten warnen vor Überhitzung
Genau in diese Euphorie mischt sich nun eine deutliche Warnung. Das Investmenthaus Benchmark hat die Abdeckung der Papiere mit einer Halteempfehlung gestartet. Analyst Yi Fu Lee argumentiert, dass Investoren für die kommenden Jahre bereits ein absolut perfektes Szenario einpreisen. Um das aktuelle Kursniveau zu rechtfertigen, müsste das Unternehmen dauerhaft ein jährliches Umsatzwachstum von 60 bis 70 Prozent liefern. Angesichts extrem hoher Bewertungsmultiplikatoren bleibe praktisch kein Spielraum für Enttäuschungen oder eine Verlangsamung des Wachstums.
Operativ liefert der Softwarekonzern durchaus die geforderten Zahlen. Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2025 kletterte der Umsatz im Jahresvergleich um 70 Prozent auf 1,41 Milliarden US-Dollar. Für das laufende Jahr 2026 stellt das Management Erlöse von 7,2 Milliarden US-Dollar in Aussicht. Entsprechend gespalten zeigt sich die Wall Street bei der Bewertung der weiteren Aussichten:
- Benchmark: Einstufung auf „Halten“ mit Verweis auf das ungünstige Chance-Risiko-Verhältnis.
- Mizuho Securities: Bestätigt „Outperform“ und erwartet eine weitere Margenexpansion bei einem Kursziel von 195 US-Dollar.
- Wedbush: Sieht das Kursziel bei 230 US-Dollar und verweist auf die gefestigte Position als kritischer Lieferant des US-Militärs.
An der Börse spiegelt sich diese fundamentale Spannung wider. Aktuell notiert der Titel bei 126,02 Euro und verzeichnet damit seit Jahresbeginn einen Rückgang von rund 12 Prozent, während der Relative-Stärke-Index (RSI) mit einem Wert von 85,1 gleichzeitig eine deutliche technische Überkauftheit signalisiert. Mit dem für diesen Sommer geplanten Start der Softwaretests für das „Golden Dome“-Projekt steht der nächste konkrete Meilenstein an, an dem sich die hohen Erwartungen der Investoren messen lassen müssen.
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