Palantir Technologies rückte am Mittwoch wieder in den Fokus – allerdings nicht nur wegen eines Kursanstiegs von über 4 Prozent. Während starke Nvidia-Zahlen die KI-These untermauern, prangert Senator Bernie Sanders das Unternehmen wegen nicht gezahlter Bundessteuern an. Gleichzeitig brodelt eine Kontroverse um einen Gesundheitsvertrag in New York. Für eine Aktie, die seit ihrem Allzeithoch bereits rund 38 Prozent verloren hat, kommt die politische Aufmerksamkeit zur Unzeit.
Nvidia bestätigt KI-Nachfrage
Die jüngsten Quartalszahlen von Nvidia liefern Rückenwind für die gesamte KI-Branche. Der Chipriese meldete Rekordeinnahmen von 68,1 Milliarden Dollar – ein Plus von 73 Prozent im Jahresvergleich. Besonders das Rechenzentrumsgeschäft, das als Gradmesser für KI-Infrastruktur gilt, legte um 75 Prozent auf 62,3 Milliarden Dollar zu.
Für Palantir ist das Signal eindeutig: Die Unternehmensnachfrage nach KI-Lösungen bleibt robust. Das zeigen auch die eigenen Zahlen. Im vierten Quartal 2025 steigerte Palantir den Umsatz um 70 Prozent auf 1,4 Milliarden Dollar, getrieben von einem Sprung im US-Geschäft um 137 Prozent auf 507 Millionen Dollar. Die verbleibenden Leistungsverpflichtungen, ein Indikator für künftige Umsätze, kletterten um 143 Prozent auf 4,21 Milliarden Dollar.
Null Dollar Bundessteuer – Sanders schlägt Alarm
Doch während die operativen Zahlen beeindrucken, kommt politischer Gegenwind auf. Senator Bernie Sanders attackierte Palantir öffentlich – zusammen mit Tesla und Live Nation – wegen nicht gezahlter Bundeseinkommenssteuern trotz Milliardengewinnen. Laut Geschäftsbericht wies Palantir im vierten Quartal ein US-Einkommen von 1,5 Milliarden Dollar aus, zahlte aber null Dollar an Bundessteuern. Das Unternehmen nutzte unter anderem Forschungs- und Entwicklungssteuergutschriften.
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Für eine Aktie, die ohnehin unter Beobachtung steht, bedeutet die Kritik zusätzlichen Rechtfertigungsdruck – gerade in einem Jahr, in dem die Bewertung bereits massiv unter Druck geraten ist.
Umzug nach Miami und Governance-Fragen
Zeitgleich verlegt Palantir seinen Hauptsitz von Denver nach Miami. Der Schritt erfolgt inmitten von Diskussionen über Corporate Governance, insbesondere zur Erstattung von Privatjet-Kosten für CEO Alex Karp. Die Debatte um Unternehmenskultur und Führungspraktiken kommt zu einem ungünstigen Zeitpunkt.
New Yorker Gesundheitsvertrag sorgt für Irritationen
In New York fordern Aktivisten die Stadt auf, einen knapp 4 Millionen Dollar schweren Vertrag mit Palantir zu beenden. Es geht um eine Optimierung des Abrechnungssystems bei NYC Health + Hospitals. Finanziell ist der Betrag für Palantir unbedeutend. Doch die Kontroverse berührt sensible Themen: Datenschutz im Gesundheitswesen und öffentliche Wahrnehmung. Das Krankenhaus betont, dass keine Patientendaten außerhalb des Vertrags geteilt werden.
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Rackspace-Partnerschaft beschleunigt Rollouts
Auf der strategischen Seite verkündete Palantir Mitte Februar eine Partnerschaft mit Rackspace Technology. Ziel ist es, die Einführung der Foundry-Plattform und der KI-Systeme bei Unternehmenskunden zu beschleunigen – von Monaten auf Wochen. Rackspace übernimmt dabei Datenmigration und Implementierung mit vorgefertigten Sicherheits- und Compliance-Modulen.
Bewertung bleibt ambitioniert
Trotz des jüngsten Rückgangs liegt die Marktkapitalisierung bei rund 308 Milliarden Dollar. Für 2026 peilt Palantir Umsätze zwischen 7,18 und 7,20 Milliarden Dollar an – ein Wachstum von etwa 61 Prozent. Im US-Geschäft soll der Umsatz um mindestens 115 Prozent auf über 3,14 Milliarden Dollar steigen. Die operative GAAP-Marge lag im vierten Quartal bei 41 Prozent.
Die nächsten Quartalszahlen, erwartet Anfang Mai, werden zeigen, ob die KI-Plattform AIP das hohe Wachstumstempo halten kann. Die Nachfrageseite stimmt – Nvidias Zahlen beweisen das. Doch politische Angriffe, Governance-Debatten und Vertragskontroversen machen deutlich: Der Weg wird steinig bleiben.
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