Für die Aktie von Palantir verlief der Mittwoch schwächer. An der Nasdaq verlor das Papier rund 1,9 %. Dieser Handelsplatz gilt als maßgeblich, da dort das mit Abstand höchste Handelsvolumen umgesetzt wird. An den deutschen Börsen fielen die Abschläge teilweise noch deutlicher aus: Auf Xetra verlor die Aktie zeitweise 4,9 %, an der Börse München rund 3,3 %. Dort notierte sie zuletzt bei 114,52 Euro.
Nach der zwischenzeitlichen Erholung der vergangenen Wochen hat die Aktie damit wieder einen Teil ihrer Gewinne abgegeben. Noch vor kurzer Zeit war Palantir zeitweise in die Nähe der Marke von 100 Euro gefallen, konnte diese Schwelle jedoch verteidigen. Auf Sicht von vier Wochen steht inzwischen wieder ein Minus von rund 1,4 % zu Buche.
Palantir kommt nicht ganz aus der Lethargie
Auch das charttechnische Bild hat sich eingetrübt. Die Aktie notiert inzwischen unter wichtigen gleitenden Durchschnittslinien, was von vielen Charttechnikern als Hinweis auf einen bestehenden Abwärtstrend gewertet wird. Gleichzeitig bleibt die Marke von 100 Euro aus technischer Sicht eine wichtige Unterstützungszone.
Fundamental hat sich die Lage des Unternehmens dagegen kaum verändert. Für Verunsicherung sorgt allerdings eine Entwicklung in Großbritannien. Dort hat ein Parlamentsausschuss empfohlen, den bestehenden Vertrag mit Palantir über die Dateninfrastruktur des National Health Service (NHS) nach seinem Auslaufen Anfang 2027 nicht zu verlängern. Ob die britische Regierung dieser Empfehlung tatsächlich folgen wird, ist derzeit jedoch offen.
Selbst wenn der Vertrag nicht verlängert werden sollte, wären die wirtschaftlichen Auswirkungen auf den Gesamtkonzern nach Einschätzung vieler Beobachter begrenzt. Palantir erzielt den überwiegenden Teil seines Umsatzes weiterhin auf dem US-Markt, der für das Unternehmen deutlich wichtiger ist als einzelne internationale Projekte.
Diese Einschätzung spiegelt sich auch in den Analystenbewertungen wider. Trotz der jüngsten Kursschwäche bleiben viele Experten optimistisch und sehen für die Aktie weiterhin erhebliches Aufwärtspotenzial. Die veröffentlichten Kursziele liegen überwiegend deutlich über dem aktuellen Börsenkurs.
Kurzfristig bleibt das Chartbild zwar angespannt. Langfristig richten sich die Erwartungen der Anleger jedoch weiterhin auf das starke Wachstum des Unternehmens und die anhaltend hohe Nachfrage nach Softwarelösungen im Bereich Datenanalyse und Künstliche Intelligenz.
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