Palantir Aktie: Software-Revolution!

Zwei Wall-Street-Häuser heben ihre Kursziele für Palantir an. Treiber sind strategische Partnerschaften und ein stark wachsendes kommerzielles Geschäft.

Palantir Aktie
Kurz & knapp:
  • UBS und Wedbush erhöhen Kursziele
  • Strategische KI-Partnerschaft mit Nvidia
  • Kommerzieller Umsatz wächst über 100%
  • Hohe Bewertung bleibt umstritten

Gleich zwei Wall-Street-Häuser haben ihre Kursziele für Palantir innerhalb von 24 Stunden angehoben. Hinter dem Optimismus steckt mehr als nur Stimmung — die jüngsten Zahlen und eine Reihe strategischer Partnerschaften liefern handfeste Argumente.

UBS und Wedbush erhöhen die Messlatte

UBS-Analyst Karl Keirstead hob sein Kursziel von 180 auf 200 US-Dollar an und bestätigte sein Kaufvotum. Das ist bemerkenswert, weil UBS Palantir erst Ende Februar von „Neutral“ auf „Buy“ hochgestuft hatte — das ursprüngliche Ziel lag damals ebenfalls bei 180 Dollar. Die Revision kam also schnell. Keirstead hatte bei seiner Ersteinschätzung argumentiert, Palantir stehe „an der Schnittstelle der zwei stärksten Ausgabentrends — KI und Daten“.

Wedbush-Analyst Dan Ives bleibt noch bullisher. Er hält an seinem Kursziel von 230 Dollar fest, was gegenüber dem aktuellen Kurs ein Aufwärtspotenzial von rund 48 Prozent bedeutet. Ives sieht Palantirs Strategie, Daten, Software und KI-Tools zu bündeln, als „Wachstumskatalysatoren“ — besonders weil Unternehmen KI zunehmend in ihre Kernprozesse integrieren.

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Partnerschaften als Fundament

Ein zentraler Treiber der Analystenbegeisterung ist die Partnerschaft mit Nvidia. Gemeinsam entwickeln beide Unternehmen ein sogenanntes „Sovereign AI Operating System“: Nvidia liefert die Hardware — darunter Blackwell-GPUs —, Palantir steuert die Software-Schicht bei. Das System soll Organisationen ermöglichen, KI-Infrastruktur vollständig im eigenen Haus zu betreiben, ohne Daten an Dritte weiterzugeben.

Die Partnerschaftsaktivität reicht jedoch weit über Nvidia hinaus. Mit Centrus Energy arbeitet Palantir an der KI-gestützten Optimierung von Urananreicherungsprozessen — die beteiligten Unternehmen beziffern das Einsparpotenzial auf rund 300 Millionen Dollar. Eine Kooperation mit GE Aerospace zielt auf die Einsatzbereitschaft von Militärflugzeugen der US Air Force ab. Hinzu kommt eine erweiterte Zusammenarbeit mit LG CNS für unternehmensweite KI-Transformation.

Kommerzielles Geschäft überholt die Schlagzeilen

Während Verteidigungsaufträge traditionell im Mittelpunkt stehen, rückt das kommerzielle Segment immer stärker in den Fokus. Im Gesamtjahr 2025 wuchs der US-Umsatz im kommerziellen Bereich um 109 Prozent auf 1,5 Milliarden Dollar. Allein im vierten Quartal kamen über 200 neue Unternehmenskunden hinzu.

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Für 2026 erwartet Palantir einen Gesamtumsatz zwischen 7,18 und 7,20 Milliarden Dollar — ein Wachstum von rund 61 Prozent. Der US-Kommerzumsatz soll dabei die Marke von 3,14 Milliarden Dollar übertreffen, was einem Anstieg von mindestens 115 Prozent entspräche.

Bewertung bleibt der Knackpunkt

Der Konsens aus 28 Analystenbewertungen bei MarketScreener liegt bei einem mittleren Kursziel von 186,41 Dollar mit der Einstufung „Outperform“. Einig sind sich die Analysten im verbesserten Chance-Risiko-Verhältnis nach der Korrektur des vergangenen Jahres. Uneinig bleiben sie in der entscheidenden Frage: Ein Kurs-Umsatz-Verhältnis von 87 und ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 241 sind selbst für ein Hochwaschstumunternehmen außergewöhnlich hoch — und genau hier verläuft die Trennlinie zwischen Bullen und Skeptikern.

Die Q1-Umsatzprognose von 1,53 bis 1,54 Milliarden Dollar deutet auf keine Abschwächung hin. Der nächste Beweis kommt im Mai 2026, wenn Palantir die Ergebnisse des ersten Quartals vorlegt.

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