Morgan Stanley bescheinigt Palantir einen strukturellen Wettbewerbsvorteil — und stellt gleichzeitig fest, dass die Aktie kaum noch Spielraum für Enttäuschungen lässt. Zehn Quartale in Folge beschleunigtes Umsatzwachstum auf der einen Seite, extreme Bewertungsmultiplikatoren auf der anderen. Das Spannungsfeld ist real.
Warum die Ontology-Technologie so schwer zu kopieren ist
Der Kern von Palantirs Wettbewerbsvorteil liegt in seiner Ontology-Plattform. Sie erstellt eine digitale Echtzeit-Karte des gesamten Unternehmens eines Kunden — alle Systeme, alle Daten, in einem einzigen Modell. Jede neue Anwendung baut darauf auf. Wer die Plattform ersetzen will, muss das operative Fundament von Grund auf neu aufbauen.
Morgan Stanley betont, dass Palantir diesen Ansatz über mehr als 20 Jahre in anspruchsvollen Umgebungen verfeinert hat — darunter US-Geheimdienste, das Pentagon und NATO-Partner. Das dabei aufgebaute institutionelle Wissen lasse sich nicht einfach durch KI-Tools oder Datenuploads ersetzen. Konkurrenten bräuchten Jahre, um diesen Vorsprung aufzuholen.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Palantir?
Wachstum mit Schwindel erregenden Erwartungen
Die Zahlen sind beeindruckend: Im vierten Quartal 2025 wuchs der Umsatz um 70 Prozent im Jahresvergleich — der zehnte Quartal in Folge mit beschleunigtem Wachstum. Für das Gesamtjahr 2026 erwartet das Management ein Umsatzplus von 61 Prozent bei einer operativen Marge von 57,5 Prozent. Analysten projizieren den Umsatz bis 2029 auf über 23 Milliarden Dollar.
Der Auftragsbestand untermauert die Visibilität: Der verbleibende Vertragswert stieg im vierten Quartal um 145 Prozent auf rund 4,4 Milliarden Dollar. Hinzu kommt ein potenzieller Rahmenvertrag mit der US Army im Wert von bis zu 10 Milliarden Dollar über zehn Jahre.
Die Bewertung spiegelt all das bereits wider. Bei 64-fachen des für 2027 geschätzten Free Cash Flows und dem 38-fachen des Umsatzes hat der Markt fehlerlose Ausführung auf Jahre hinaus eingepreist. Morgan Stanley warnt: Selbst starke Quartalszahlen reichen möglicherweise nicht aus, um die Aktie von hier aus deutlich nach oben zu bewegen. Alles unter dem Erwarteten riskiert eine Bewertungskorrektur.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Palantir?
Insider-Verkäufe als Belastungsfaktor
Ein weiteres Thema, das Anleger beschäftigt: die anhaltenden Aktienverkäufe durch das Management. CEO Alex Karp hat seit 2024 Anteile im Wert von über 4 Milliarden Dollar veräußert, allein im Februar 2026 waren es 66 Millionen Dollar. Peter Thiels Gesellschaften folgten mit einer Liquidation von rund 1 Milliarde Dollar Ende 2024 und einer neuen Verkaufsanmeldung über weitere 290 Millionen Dollar.
Palantir verweist auf vorab festgelegte Handelspläne nach Rule 10b5-1, die der Diversifikation und Steuerdeckung dienen. Das Gesamtvolumen der Insider-Verkäufe seit 2024 beläuft sich jedoch auf nahezu 6 Milliarden Dollar — eine Größenordnung, die der Markt schwerlich ignorieren kann.
Der nächste Test: 11. Mai
Am 11. Mai legt Palantir die Zahlen für das erste Quartal 2026 vor. Hält das Wachstum das Tempo von 61 Prozent und bleiben die Margen stabil, dürfte die Diskussion über eine Höherbewertung wieder lauter werden. Verfehlt das Unternehmen auch nur leicht die Erwartungen, ist das 64-fache des Free Cash Flows ein langer Weg nach unten. Von den 20 Analysten, die die Aktie in den vergangenen drei Monaten bewertet haben, empfehlen 14 den Kauf — bei vier Halte- und zwei Verkaufsempfehlungen.
Palantir-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Palantir-Analyse vom 22. März liefert die Antwort:
Die neusten Palantir-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Palantir-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 22. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Palantir: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


