Palantir steht dieser Woche im Zeichen zweier gegenläufiger Entwicklungen: ein neuer Vertrag, der die Reichweite des KI-Unternehmens in überraschende Märkte ausdehnt – und anhaltender Druck durch milliardenschwere Aktienverkäufe der eigenen Führungsriege. Wie passt das zusammen?
Neuer Auftrag: Palantir überwacht Sportprognose-Märkte
Palantir hat gemeinsam mit TWG AI eine Überwachungsplattform für den Prognose-Marktbetreiber Polymarket entwickelt. Das System soll verdächtige Handelsmuster erkennen, Teilnehmer überprüfen und Compliance-Berichte für Regulatoren und Sportligen erstellen. Technologische Grundlage ist die Vergence AI Engine, ein Joint Venture beider Unternehmen.
Der Hintergrund: Plattformen, die der US-Terminmarktbehörde CFTC unterstehen, sind verpflichtet, Marktmanipulation und Insiderhandel aktiv zu überwachen. Da Sportereignis-Kontrakte schätzungsweise 75 bis 80 Prozent des Handelsvolumens auf Plattformen wie Polymarket ausmachen, ist eine robuste Überwachungsinfrastruktur keine Kür, sondern Pflicht. Für Palantir erschließt der Deal ein wachsendes Segment jenseits der klassischen Verteidigungs- und Unternehmenskunden.
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Insider-Verkäufe belasten die Stimmung
Trotz des Vertragserfolgs geriet die Aktie zuletzt unter Druck – und das in einem Umfeld, in dem der Nasdaq-Composite um 1,4 Prozent zulegte. Auslöser waren neue Details über das Ausmaß der Aktienverkäufe im Führungskreis.
CEO Alex Karp soll seit Anfang 2024 Anteile im Wert von über vier Milliarden US-Dollar veräußert haben, allein im Februar 2026 waren es rund 66 Millionen Dollar. Peter Thiel und verbundene Gesellschaften verkauften Ende 2024 Aktien im Wert von einer Milliarde Dollar und haben jüngst weitere Verkäufe über 290 Millionen Dollar angemeldet. In Summe belaufen sich die Insiderverkäufe seit 2024 auf knapp sechs Milliarden Dollar – bei 229 Transaktionen in den vergangenen sechs Monaten, ohne eine einzige Kauforder.
Palantir begründet die Verkäufe mit vorab festgelegten Handelsplänen zur Portfoliodiversifikation und Steueroptimierung. Für viele Marktteilnehmer bleibt das Volumen dennoch schwer zu ignorieren.
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Starkes Wachstum, hohe Bewertung
Operativ liefert Palantir unterdessen starke Zahlen. Im vierten Quartal wuchs der Umsatz um 70 Prozent auf 1,4 Milliarden Dollar. Für das Gesamtjahr 2025 meldete das Unternehmen Erlöse von 4,48 Milliarden Dollar – ein Plus von 56 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Gewinn stieg sogar um rund 252 Prozent. Das US-Kommerzgeschäft legte 2025 um 109 Prozent zu; für 2026 peilt das Management ein Wachstum von mindestens 115 Prozent an, bei einem Umsatzziel von 7,2 Milliarden Dollar.
Die Bewertung bleibt der Knackpunkt. Goldman Sachs hält am Neutral-Rating fest und senkte das Kursziel leicht auf 182 Dollar, da das Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 243x bereits viel Wachstum vorwegnehme. UBS sieht das anders: Nach dem Kursrückgang von rund 35 Prozent gegenüber den Hochs vom Herbst 2025 stufte die Bank die Aktie auf Kaufen hoch und nannte ein Kursziel von 180 Dollar. Aktuell notiert die Aktie rund 28 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch, hat aber gegenüber dem Jahrestief vom April 2025 deutlich zugelegt.
Die nächste Standortbestimmung liefern die Quartalszahlen am 5. April 2026 – dann wird sich zeigen, ob das operative Momentum die Bewertungsdiskussion und den Gegenwind durch Insiderverkäufe überwiegen kann.
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