Palantir liefert das stärkste Quartalsergebnis seiner Geschichte. Die Wachstumsraten explodieren, die Prognosen steigen. Der Aktienkurs bricht trotzdem ein. Bei dem Softwarekonzern klaffen operative Realität und Marktreaktion derzeit weit auseinander.
Am Dienstag verlor das Papier fast sieben Prozent an Wert. Der Kurs rutschte zeitweise auf rund 135 US-Dollar ab. Das Handelsvolumen sprang parallel dazu auf fast 88 Millionen Aktien.
Auslöser für den Abverkauf war unter anderem die Investmentbank DA Davidson. Sie senkte ihr Kursziel auf 165 Dollar. Das Votum bleibt auf „Neutral“.
Starkes US-Geschäft treibt Wachstum
Dabei lassen die Zahlen für das erste Quartal kaum Wünsche offen. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 85 Prozent auf 1,63 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie übertraf die Erwartungen der Analysten ebenfalls deutlich.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Palantir?
Besonders der US-Markt befeuert die Entwicklung. Die dortigen Erlöse verdoppelten sich auf 1,28 Milliarden Dollar. Das kommerzielle US-Geschäft wuchs sogar um 133 Prozent. Die Regierungsaufträge legten um 84 Prozent zu.
Soweit so gut. Palantir schwimmt obendrein in Geld. Der freie Cashflow erreichte eine Marge von 57 Prozent. Der Konzern sitzt auf Barreserven von acht Milliarden Dollar. Schulden gibt es keine.
Die Bewertungsfalle
Warum also der Kursrutsch? Die Antwort liegt in der enormen Bewertung. Palantir bringt rund 325 Milliarden Dollar auf die Waage. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei extremen 215. Der Markt verzeiht auf diesem Niveau keine Fehler.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Palantir?
Daran ändert auch die angehobene Jahresprognose wenig. Das Management erwartet für 2026 nun einen Umsatz von über 7,6 Milliarden Dollar. Das entspricht einem geplanten Wachstum von 71 Prozent.
Das Analystenlager ist nach den Zahlen tief gespalten. Die Einschätzungen gehen weit auseinander:
- Bank of America: Bestätigt „Buy“ mit einem Ziel von 255 Dollar.
- Wedbush: Bleibt bei „Outperform“ und sieht den fairen Wert bei 230 Dollar.
- Jefferies: Rät weiterhin zum Verkauf. Die Experten kritisieren die hohe Bewertung.
Konzernchef Alex Karp blickt derweil optimistisch nach vorn. Er rechnet für 2027 mit einer weiteren Verdopplung des US-Geschäfts. Das kommerzielle Segment wächst aktuell deutlich schneller als die Regierungsaufträge. Es dürfte den staatlichen Sektor in wenigen Quartalen überholen. Charttechnisch ist die Aktie nun unter ihre 50- und 200-Tage-Linie gefallen. Hält der Abwärtsdruck an, rückt die fundamentale Bewertung weiter in den Fokus.
Palantir-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Palantir-Analyse vom 6. Mai liefert die Antwort:
Die neusten Palantir-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Palantir-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 6. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Palantir: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


