Milliardenaufträge in den USA stehen wachsendem politischen Gegenwind in Europa gegenüber. Bei Palantir prallen derzeit zwei völlig unterschiedliche Realitäten aufeinander. Während der Datenkonzern vor dem Sprung in die zivile US-Luftfahrtinfrastruktur steht, rutscht der Aktienkurs immer weiter ab.
Die US-Luftfahrtbehörde FAA modernisiert ihre veralteten Systeme. Für das neue KI-gestützte Flugverkehrsmanagement „SMART“ gehört Palantir neben Thales und Air Space Intelligence zu den drei Finalisten. Das Projekt ist Teil eines massiven Investitionsprogramms der Behörde. Palantir hat hier offenbar beste Karten. Bereits Anfang April veröffentlichte die FAA eine Begründung für eine Direktvergabe an den Softwarekonzern. Die bestehenden Systeme ließen sich demnach nur mit Palantir ohne inakzeptable Verzögerungen integrieren.
Zwischen Washington und London
Im US-Heimatmarkt baut das Unternehmen seine Dominanz aus. Erst im Februar sicherte sich Palantir einen Rahmenvertrag des Heimatschutzministeriums mit einem Volumen von bis zu einer Milliarde Dollar. Solche Abschlüsse beweisen, dass die Software über die klassischen Geheimdienstkreise hinaus im zivilen Behördensektor Fuß fasst.
Auf der anderen Seite des Atlantiks wächst der politische Druck. Die britische Regierung prüft einen vorzeitigen Ausstieg aus dem Datenplattform-Vertrag für den Gesundheitsdienst NHS. Kritiker aus Politik und Gewerkschaften bemängeln den mangelnden Gegenwert des millionenschweren Abkommens. Im Frühjahr 2027 steht eine offizielle Überprüfung der Ausstiegsklausel an.
Hohe Bewertung bremst den Kurs
Operativ läuft es rund, an der Börse herrscht Skepsis. Die Palantir-Aktie notiert mit 121,86 Euro rund 32 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von knapp 15 Prozent auf der Anzeigetafel. Der Titel nimmt an der breiten KI-Rallye schlichtweg nicht teil.
Das liegt vor allem an der sportlichen Bewertung. Selbst auf Basis der erwarteten Gewinne wird das Papier mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 110 gehandelt. Die Aktie ist damit für absolute Perfektion gepreist. Analyst Sanjit Singh von Morgan Stanley sieht Palantir zwar dank seiner speziellen KI-Architektur als künftige dominante Plattform für Unternehmenssoftware. Die fundamentale Fallhöhe bleibt bei diesen Multiplikatoren enorm.
Am 4. Mai präsentiert das Management die Zahlen für das erste Quartal. Dann muss der Vorstand beweisen, dass das operative Wachstum die hohe Bewertung rechtfertigt. Ein konkretes Update zum erhofften FAA-Zuschlag könnte dem Kurs dabei neue Impulse liefern.
Palantir-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Palantir-Analyse vom 27. April liefert die Antwort:
Die neusten Palantir-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Palantir-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 27. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Palantir: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

