Der Cybersecurity-Riese hat am Dienstag mit seinen Zahlen für das zweite Fiskalquartal zwar die Erwartungen der Wall Street übertroffen – dennoch brach die Aktie nachbörslich um rund 8 Prozent ein. Der Grund: eine deutlich gesenkte Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr. Anleger fragen sich nun, ob die aggressive Übernahmestrategie des Unternehmens zum Bumerang wird.
Die Zahlen für das am 31. Januar beendete Quartal fielen eigentlich solide aus. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 1,03 Dollar und übertraf damit die Analystenschätzung von 0,94 Dollar. Auch beim Umsatz konnte Palo Alto Networks mit 2,59 Milliarden Dollar die Erwartungen erfüllen – ein Plus von 15 Prozent im Jahresvergleich. Doch diese positiven Nachrichten wurden von der enttäuschenden Prognose überschattet.
Akquisitionskosten explodieren
Das Management senkte die Gewinnprognose für das Gesamtjahr deutlich von 3,80 bis 3,90 Dollar je Aktie auf nur noch 3,65 bis 3,70 Dollar. Hauptgrund sind die massiv gestiegenen Kosten aus jüngsten Übernahmen. Im zweiten Quartal schnellten die akquisitionsbedingten Aufwendungen auf 24 Millionen Dollar hoch – mehr als doppelt so viel wie die 10 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum.
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Die Übernahmeserie von Palo Alto Networks ist beeindruckend: Nach der Milliarden-Akquisition von CyberArk Software im Juli 2025 – dem bislang größten Deal des Unternehmens – folgte im November die Übernahme von Chronosphere. Am Dienstag kündigte das Management zudem den Kauf des israelischen Cybersecurity-Startups Koi an. Die Strategie dahinter ist klar: Das Unternehmen will seine KI-Fähigkeiten ausbauen, um gegen KI-gestützte Cyberbedrohungen gewappnet zu sein.
Integration belastet – Ausblick unter Druck
Doch die Integration der übernommenen Unternehmen erweist sich als komplexer als erwartet. Besonders größere Deals wie CyberArk erfordern umfangreiche Restrukturierungen, wie das Management einräumte. Auch die Prognose für das laufende dritte Quartal fiel durchwachsen aus: Beim Gewinn je Aktie rechnet Palo Alto Networks mit 0,78 bis 0,80 Dollar – deutlich unter der Analystenschätzung von 0,92 Dollar.
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Immerhin beim Umsatz bleibt das Unternehmen optimistisch. Die Jahresprognose wurde sogar angehoben: von 10,50 bis 10,54 Milliarden Dollar auf nun 11,28 bis 11,31 Milliarden Dollar. Für das dritte Quartal erwartet das Management Erlöse von 2,94 bis 2,95 Milliarden Dollar – über den Analystenschätzungen von 2,60 Milliarden Dollar.
Morgan Stanley reagierte bereits und senkte das Kursziel von 245 auf 223 Dollar, hält aber an der Kaufempfehlung fest. Die Analysten sehen Palo Alto Networks trotz der aktuellen Belastungen weiterhin als attraktiv bewertet an. Bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 20 für das Jahr 2027 sei die Aktie für ein Unternehmen mit zweistelligem Cashflow-Wachstum ein Schnäppchen. Auch BTIG passte sein Kursziel an – von 248 auf 200 Dollar –, bekräftigte aber ebenfalls die Kaufempfehlung.
Die Aktie notiert aktuell bei rund 163 Dollar und liegt damit knapp 27 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 223,61 Dollar. Ob die ehrgeizige Wachstumsstrategie durch Übernahmen aufgeht, wird sich in den kommenden Quartalen zeigen müssen.
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