Die Pandion-Aktie meldet sich mit einer dynamischen Erholung zurück. Gestern markierte das Papier noch ein neues Jahrestief bei 37,10 Euro. Heute kletterte der Kurs um 12,58 Prozent auf 45,20 Euro nach oben. Marktteilnehmer scheinen die schlechten Nachrichten aus dem Vorjahr nun vollständig verarbeitet zu haben.

Der Projektentwickler verbuchte für 2025 ein negatives Vorsteuerergebnis von rund 69 Millionen Euro. Ursprünglich hatte das Management mit einem leichten Gewinn gerechnet. Massive Wertberichtigungen auf Gewerbeobjekte drückten das Ergebnis tief in die roten Zahlen. Hohe Finanzierungskosten und die schwache Nachfrage im Transaktionsmarkt belasteten das Umfeld zusätzlich.

Umsatzsprung durch Projektübergaben

Operativ zeigte sich eine starke Dynamik. Der Umsatz stieg im Jahr 2025 kräftig auf 846,1 Millionen Euro an. Im Vorjahr waren es lediglich 126,5 Millionen Euro gewesen. Große Übergaben in München, Düsseldorf und Berlin trieben dieses Wachstum an. Das Betriebsergebnis blieb mit 17,3 Millionen Euro positiv.

Das Management richtet den Blick nun auf die kommenden Monate. Für 2026 strebt das Unternehmen ein ausgeglichenes Ergebnis vor Steuern an. Geplante Verkäufe und neue Vermietungen sollen dabei helfen. Parallel dazu sicherte sich Pandion wichtige finanzielle Spielräume.

Wesentliche Schritte zur Stabilisierung:
* Strategische Finanzierung über 100 Millionen Euro durch Värde Partners.
* Verlängerung der Unternehmensanleihe bis August 2028.
* Projektfinanzierung für das Münchener Großvorhaben „OFFICEHOME Beat“.

Erholung von extremem Niveau

Die Folge: Anleger schöpfen neuen Mut. Technisch galt die Aktie zuletzt als stark überverkauft. Der Relative-Stärke-Index (RSI) markierte einen Wert von 29,4. Trotz des heutigen Sprungs notiert das Papier seit Jahresbeginn noch immer rund 43 Prozent im Minus. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch bleibt mit über 46 Prozent beträchtlich.

Marktteilnehmer warten nun auf den geprüften Geschäftsbericht. Das Dokument erscheint voraussichtlich Ende Juli 2026. Erst dann steht die endgültige Höhe der Wertberichtigungen fest. Die Investoren-Telefonkonferenz findet Anfang August statt.