PANDION zieht beim Kölner Großprojekt „Spark“ die Notbremse. Der Immobilienentwickler verschiebt den Baubeginn am Hauptbahnhof auf unbestimmte Zeit. Ohne einen festen Ankermieter will das Management kein finanzielles Risiko eingehen.

Stillstand am Breslauer Platz

PANDION besitzt bereits eine gültige Baugenehmigung für das zentrale Areal am Kölner Hauptbahnhof. Dennoch rücken die Bagger auf dem Gelände eines ehemaligen Weltkriegsbunkers vorerst nicht an. Eine Unternehmenssprecherin erklärte am Wochenende, dass aktuell kein belastbarer Zeitplan für den Baustart existiert.

Das Unternehmen ändert seine Taktik grundlegend. Künftig hängen neue Bauvorhaben zwingend von einer festen Vorvermietungsquote ab. Für das Büroprojekt mit 600 geplanten Arbeitsplätzen fehlt dieser Mieter bisher. Damit ist das ursprüngliche Ziel einer Fertigstellung bis zum Jahr 2029 hinfällig.

Hoher Verlust drückt die Stimmung

Die Krise im gewerblichen Immobiliensektor hinterlässt tiefe Spuren in der Bilanz. Im Geschäftsjahr 2025 verbuchte PANDION einen Vorsteuerverlust von rund 69 Millionen Euro. Gestiegene Zinsen und sinkende Preise zwangen den Vorstand zu massiven Wertberichtigungen bei den eigenen Projekten.

Die Aktie spiegelt diese operativen Schwierigkeiten deutlich wider. Seit Jahresbeginn brach der Kurs um mehr als 46 Prozent ein. Aktuell notiert das Papier bei 42,49 Euro. Anleger reagieren skeptisch auf die anhaltende Flaute im Neugeschäft und die hohen Finanzierungskosten.

Im Laufe des Augusts veröffentlicht PANDION den vollständigen Geschäftsbericht. Marktteilnehmer warten dann vor allem auf Details zur künftigen Finanzierungsstruktur. Das Management muss belegen, ob die geplanten Projektverkäufe ausreichen, um die nötige Liquidität für die kommenden Monate zu sichern.