Der weltgrößte Schmuckhändler nach Umsatz reagiert auf die Silberpreis-Rallye – und setzt künftig auf ein anderes Edelmetall. Die Aktie sprang heute um bis zu 7 Prozent nach oben. Doch kann dieser Schwenk die Probleme wirklich lösen?
Pandora hat heute seine Quartalszahlen vorgelegt und gleichzeitig eine strategische Neuausrichtung verkündet. Der Grund: Die stark gestiegenen Silberpreise setzen dem dänischen Konzern zu, dessen Sortiment zu großen Teilen auf relativ günstigen Schmuck ausgerichtet ist.
Schwaches Quartal, vorsichtige Prognose
Die Zahlen für das vierte Quartal 2025 fielen durchwachsen aus. Der Umsatz sank leicht auf 11,86 Milliarden Dänische Kronen, verglichen mit 11,97 Milliarden im Vorjahr. Der operative Gewinn ging von 4,15 Milliarden auf 3,98 Milliarden Kronen zurück. Unter dem Strich blieb mit 2,85 Milliarden Kronen nahezu unverändert gegenüber 2,87 Milliarden im Vorjahr.
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Noch bemerkenswerter als die Quartalszahlen ist der Ausblick: Für 2026 rechnet Pandora mit einem organischen Wachstum zwischen minus 1 und plus 2 Prozent – faktisch also Stagnation. Die operative Marge soll bei 21 bis 22 Prozent liegen. CEO Berta de Pablos-Barbier bestätigte gegenüber CNBC, dass der Handel im ersten Quartal 2026 ein weitgehend flaches Wachstum zeige.
Platin als Ausweg aus der Silberfalle
Die Antwort des Konzerns auf diese Herausforderung: platinbeschichteter Schmuck. Damit will sich Pandora von der Volatilität des Silberpreises befreien, der in den vergangenen Monaten deutlich gestiegen ist. Das Unternehmen ist damit einer der größten industriellen Silberkäufer weltweit – eine Abhängigkeit, die Anleger zunehmend nervös machte.
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Die Einführung der neuen Produktlinie soll schrittweise erfolgen. Details zur konkreten Umsetzung und zum Zeitplan nannte das Management nicht. Fest steht: Der Konzern will sein Sortiment breiter aufstellen und weniger anfällig für Rohstoffpreisschwankungen machen.
Dividende steigt trotz Gegenwind
Trotz der verhaltenen Aussichten erhöht Pandora die Dividende um 10 Prozent auf 22 Kronen je Aktie. Das sendet ein Signal an die Investoren: Das Management ist überzeugt, dass die aktuelle Schwächephase temporär ist.
Die Börse honorierte heute vor allem die strategische Neuausrichtung. Nach einem Plus von bis zu 7 Prozent im Tagesverlauf bleibt aber die Frage: Reicht der Wechsel zu platinbeschichtetem Schmuck aus, um die Wachstumsprobleme zu lösen? Die Antwort wird davon abhängen, wie schnell Pandora die neuen Produkte in die Läden bringt – und ob die Kunden mitspielen.
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