Partners Group baut das Angebot im Bereich privater Kredite aus. Der Vermögensverwalter lancierte am heutigen Freitag eine globale Multi-Sektor-Private-Credit-Income-Strategie, die sich sowohl an institutionelle Adressen als auch an private Vermögensanleger richtet. An den Märkten verzeichnete die Aktie heute einen Zuwachs von 2,1 Prozent auf 641,80 Euro.

Laufende Erträge im Fokus

Das neu aufgelegte Anlagekonzept wird über ein offenes Evergreen-Vehikel bereitgestellt. Partners Group peilt dabei Renditen im Bereich „high single to low double-digit“ an. Nach Angaben des Unternehmens sollen diese Erträge überwiegend aus laufenden Einnahmen generiert werden.

Die Strategie zielt darauf ab, über mehrere Sektoren hinweg Kredite an Unternehmen bereitzustellen und wohlhabenden Anlegern Zugang zu außerbörslichen Finanzierungen zu ermöglichen.

Umstrukturierungen bei bestehenden Vehikeln

Der Vorstoß erfolgt in einer Phase, in der das Haus mehrere Anpassungen an seiner Produktpalette vornimmt. Vor gut einer Woche kündigte Partners Group an, den Global Value SICAV umzugestalten.

Der Fonds mit einem Nettoinventarwert von 6,6 Milliarden Euro soll in einen Umbrella-Fonds überführt werden. Dieser sieht zwei getrennte Teilportfolios vor: eines mit Ausrichtung auf langfristigen Wertzuwachs und ein weiteres mit Schwerpunkt auf regelmäßigen Ausschüttungen. Unternehmensangaben zufolge soll diese Struktur den Anlegern mehr Flexibilität bieten.

Die Veränderungen spiegeln veränderte Rahmenbedingungen wider. Bloomberg berichtete über erhöhte Rücknahmeanträge bei Evergreen-Fonds und ordnete die Neuausrichtung des Global Value SICAV in den Druck durch Investoren ein, die Liquidität aus privaten Marktanlagen abziehen möchten.

Parallel dazu stimmten die Aktionäre der Partners Group Private Equity Limited vor gut einer Woche mit einer Mehrheit von 99,89 Prozent für die geordnete Verwertung des gesamten Anlageportfolios.

Zuvor hatten Anteilseigner 48.829.366 Stammaktien beziehungsweise 74,12 Prozent der ausgegebenen Aktien ohne eigene Anteile zur Umwandlung in Realisierungsaktien angemeldet. Daraufhin wurde der ursprüngliche Reorganisationsvorschlag zurückgezogen und lediglich die geordnete Abwicklung zur Abstimmung gebracht.

Deutliches Minus im Jahresverlauf

Trotz des heutigen Kursanstiegs bleibt das Börsenjahr für die Anteilseigner herausfordernd. Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier ein Minus von 40 Prozent.