Die Paylocity-Aktie steht unter massivem Druck. Trotz besser als erwarteter Quartalszahlen brach der Titel gestern nachbörslich um 5 Prozent ein und notiert nun bei nur noch 127,05 Dollar – gefährlich nahe am 52-Wochen-Tief von 123,71 Dollar. Binnen Jahresfrist hat die Aktie des Softwareanbieters für Personalverwaltung 40 Prozent verloren, allein in den letzten sechs Monaten ging es um 32 Prozent bergab.
Das Unternehmen meldete am Donnerstag für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026 einen Gewinn je Aktie von 1,85 Dollar – deutlich über der Analystenschätzung von 1,60 Dollar. Auch der Umsatz übertraf mit 416 Millionen Dollar die Erwartungen von 409 Millionen Dollar. Das bereinigte EBITDA lag bei 143 Millionen Dollar und damit ebenfalls klar über dem Konsens von 134 Millionen Dollar.
Wachstum verliert an Tempo
Doch die Bären ließen sich von den Zahlen nicht beeindrucken. Der Grund: Das Umsatzwachstum verlangsamte sich auf 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr – nach 12 Prozent im Vorquartal. Die wiederkehrenden Erlöse legten nur noch um 11 Prozent zu, verglichen mit 14 Prozent drei Monate zuvor. Diese Verlangsamung überschattet die absolute Performance und nährt Zweifel an der weiteren Entwicklung.
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Citizens-Analyst reduzierte daraufhin das Kursziel drastisch von 245 Dollar auf 170 Dollar, beließ die Einstufung aber bei „Market Outperform“. Selbst dieses deutlich gesenkte Ziel liegt noch 34 Prozent über dem aktuellen Kurs. Der Konsens von 22 Analysten sieht die Aktie bei durchschnittlich 191 Dollar – ein rechnerisches Potenzial von 51 Prozent.
Rückkäufe als Zeichen der Zuversicht?
Das Management demonstriert Zuversicht durch aggressive Aktienrückkäufe. Seit Mai 2024 kaufte Paylocity eigene Anteile im Volumen von 600 Millionen Dollar zurück – durchschnittlich zu 162,88 Dollar je Aktie und damit deutlich über dem aktuellen Niveau. Weitere 400 Millionen Dollar stehen für künftige Rückkäufe bereit.
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Die Strategie basiert auf der Expansion über das Kerngeschäft hinaus. Paylocity positioniert sich zunehmend als Plattform für HR, Finanzen und IT-Funktionen. Der durchschnittliche Erlös je Kunde stieg von 22.000 Dollar im Geschäftsjahr 2021 auf 35.300 Dollar im Jahr 2025. Für das laufende Geschäftsjahr 2026 erwartet das Unternehmen einen Gesamtumsatz zwischen 1,73 und 1,74 Milliarden Dollar.
Die Kundenabwanderung bleibt mit über 92 Prozent Nettoumsatzbindung gering. Mehr als 25 Prozent der Neukundenerlöse stammen aus Empfehlungen. Doch die Short-Quote schoss im Januar um 26 Prozent auf 4,7 Prozent des Streubesitzes hoch – ein Zeichen wachsender Skepsis trotz bullischer Analystenmehrheit.
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