Truist hebt das Kursziel an — und rät trotzdem zum Verkauf. Dieser Widerspruch beschreibt PayPals Lage vor den Quartalszahlen am 5. Mai ziemlich treffend.
Analyst Matthew Coad erhöhte sein Ziel von 39 auf 45 US-Dollar und verwies auf ein freundliches Zahlungsumfeld, stärkere US-Bankdaten und lebhaftere Konsumausgaben. Seine Verkaufsempfehlung ließ er dabei unverändert. Der Grund: Er sieht Abwärtsrisiken bei den Gewinnschätzungen — vor allem, weil PayPals Branded Checkout, der höhermargige Bezahlbutton, weiter schwächelt.
Analysten uneins über den fairen Wert
Das Bild unter den Analysten ist gespalten. BMO Capital Markets startete die Abdeckung mit „Market Perform“ und einem Kursziel von 52 US-Dollar. Die Bank of America hob ihr Ziel auf 55 US-Dollar an, bleibt aber bei „Neutral“. Cantor Fitzgerald bestätigte ebenfalls „Neutral“ mit 54 US-Dollar. Der Konsens liegt bei „Halten“, das durchschnittliche Kursziel bei rund 49 US-Dollar.
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Als gemeinsamen Nenner nennen Analysten PayPals Skalierungsvorteile — als Risiken dagegen den wachsenden Druck durch Apple Pay, Shopify und Stripe sowie Unsicherheiten über die strategische Ausrichtung unter dem neuen CEO Enrique Lores.
Werbedaten als neues Argument
PayPal versucht, seine Investmentstory zu erweitern. Am 22. April startete das Unternehmen „Curated Ads“: ein Werbeprodukt, das die eigenen Transaktionsdaten — rund 25 Milliarden Zahlungen pro Jahr — nutzt, um Werbezielgruppen für Connected-TV und das offene Web zu definieren. Der entscheidende Unterschied zu klassischen Werbelösungen: Die Wirkungsmessung basiert nicht auf Klicks oder Modellen, sondern auf tatsächlich abgeschlossenen PayPal-Transaktionen. Partner sind Warner Bros. Discovery, Spectrum Reach und Tubi.
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Erster Test für den neuen CEO
Am 5. Mai legt PayPal seine Erstquartalszahlen vor — der erste Bericht unter Lores, der seit seinem Amtsantritt auf schnellere Umsetzung drängt. Analysten erwarten einen verwässerten Gewinn je Aktie von 1,27 US-Dollar, etwa 4,5 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. In drei der letzten vier Quartale übertraf PayPal die Erwartungen, einmal verfehlte es sie.
Die Ausgangslage ist belastet: Nach dem CEO-Wechsel und einem enttäuschenden Ausblick brach die Aktie um 19 Prozent ein. Das Wachstum beim Branded Checkout verlangsamte sich zuletzt auf nur noch ein Prozent. Die Aktie notiert mit rund 42,73 Euro etwa 14 Prozent unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt und hat seit Jahresbeginn knapp 14 Prozent verloren. Ob der Erholungsschub der vergangenen 30 Tage — plus 13 Prozent — fundamentale Substanz hat, zeigt sich am 5. Mai.
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