PayPal steckt in einer schwierigen Phase: Ein enttäuschender Jahresabschluss, ein abrupter CEO-Wechsel und nun mehrere Sammelklagen von Aktionären. Gleichzeitig versucht das Unternehmen mit einer neuen Blockchain-Partnerschaft ein Zeichen zu setzen.
Klagen und Kurseinbruch nach Quartalszahlen
Am 3. Februar 2026 veröffentlichte PayPal seine Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 – und enttäuschte auf der ganzen Linie. Umsatz und Gewinn verfehlten die Konsensschätzungen. Noch gravierender: Das Wachstum des sogenannten Branded Checkout – also Zahlungen direkt über die PayPal-Marke – lag nur noch bei 1 Prozent, nach 5 Prozent im Vorquartal. Gleichzeitig zog das Unternehmen seine Finanzziele für 2027 zurück, die es erst ein Jahr zuvor ausgegeben hatte.
Die Reaktion war heftig: Die Aktie verlor an diesem Tag rund 20 Prozent und damit mehr als 9 Milliarden Dollar an Marktkapitalisierung.
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Seither haben mehrere Anwaltskanzleien Sammelklagen eingereicht. Der Vorwurf: PayPal und sein Management hätten Anleger durch übertrieben optimistische Aussagen zum Wachstum und zur Wettbewerbsstärke in die Irre geführt. Investoren, die zwischen dem 25. Februar 2025 und dem 2. Februar 2026 PayPal-Aktien erworben haben, können sich bis zum 20. April 2026 als Hauptkläger bewerben.
Zeitgleich mit dem Zahlendebakel gab PayPal einen überraschenden Führungswechsel bekannt. Alex Chriss schied als CEO aus. Seit dem 1. März 2026 führt Enrique Lores das Unternehmen – zuvor mehr als sechs Jahre lang CEO von HP. Der Verwaltungsrat begründete den Wechsel mit zu langsamer Umsetzung und erwartet von Lores eine Beschleunigung bei Innovation, KI-Initiativen und operativer Disziplin.
Blockchain-Partnerschaft als Gegenpol
Inmitten der juristischen Turbulenzen sicherte sich PayPal diese Woche eine Beteiligung an Mastercards neuem Crypto Partner Program. Das Programm bündelt mehr als 85 Unternehmen aus den Bereichen Blockchain, Fintech und klassisches Bankwesen – darunter Binance, Circle, Gemini, Ripple und Paxos.
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Ziel ist es, Blockchain-Technologie mit bestehender Zahlungsinfrastruktur zu verknüpfen: grenzüberschreitende Überweisungen, B2B-Zahlungen und internationale Auszahlungen sollen effizienter werden. Mastercard sieht darin die nächste Phase des On-Chain-Zahlungsverkehrs – aufgebaut auf Kooperation statt Konkurrenz.
Nächster Prüfstein im Mai
Trotz des neuen Führungsteams und der Blockchain-Ambitionen bleibt der Gegenwind erheblich. Analysten haben ihre Gewinnschätzungen nach unten korrigiert, und der Ausschluss aus dem S&P 100 hat das Vertrauen institutioneller Investoren zusätzlich belastet. Hinzu kommt der strukturelle Druck durch Apple Pay und Google Pay, die PayPals Kerngeschäft zunehmend herausfordern.
Lores setzt auf KI-gestützte Dienste und eine Partnerschaft mit OpenAI, um PayPal in KI-gesteuerte Einkaufsumgebungen wie ChatGPT zu integrieren. Ob diese Initiativen das Branded-Checkout-Wachstum tatsächlich wiederbeleben, wird sich am 5. Mai 2026 zeigen – wenn PayPal seine nächsten Quartalszahlen vorlegt.
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