PayPal baut unter dem seit März 2026 amtierenden CEO Enrique Lores seinen Vertrieb gezielt aus. Die neueste Maßnahme: Payment Links sind ab sofort direkt in Canva verfügbar — der Design-Plattform mit 265 Millionen monatlichen Nutzern weltweit. Kreative und Kleinunternehmer können damit ohne eigene Website direkt aus einem Design heraus Zahlungen empfangen.
Checkout eingebettet ins Design
Die Integration erlaubt es Nutzern, innerhalb von Canva Zahlungslinks oder QR-Codes zu erstellen und diese in digitale oder gedruckte Designs einzubetten. Zahlungen laufen über PayPal, Venmo und PayPal Pay Later — über Social-Media-Kanäle, E-Mail, Messenger-Apps oder persönlich vor Ort. Ein separater Online-Shop ist nicht mehr nötig.
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Hintergrund ist das rasante Wachstum des Social Commerce. Bis 2028 sollen globale Umsätze in diesem Bereich die Marke von einer Billion US-Dollar überschreiten. Transaktionen verlagern sich zunehmend in Inhalte und Communities — genau dort will PayPal präsent sein. Am 16. April wird die neue App beim Event Canva Create in Los Angeles vorgestellt, wo PayPal offizieller Zahlungspartner ist.
Gegenwind bleibt spürbar
Die Partnerschaft kommt zu einem Zeitpunkt, an dem PayPal unter erheblichem Druck steht. Das Unternehmen wies für 2025 zwar ein Zahlungsvolumen von 1,79 Billionen US-Dollar und 439 Millionen aktive Konten aus — doch das Kerngeschäft mit dem eigenen Branded Checkout schwächelt. Für das Gesamtjahr 2026 erwartet das Management sinkende Transaktionsmargen und einen Rückgang beim bereinigten Gewinn je Aktie. Das Umsatzwachstum im ersten Quartal soll laut Unternehmensangaben im niedrigen einstelligen Bereich liegen — deutlich unter den Konsenserwartungen. 52 Prozent der befragten Analysten empfehlen die Aktie zum Halten.
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Hinzu kommt ein rechtlicher Schatten: Wertpapier-Sammelklagen werfen PayPal vor, zwischen Februar 2024 und Februar 2026 irreführende Aussagen zur Umsatzentwicklung und zum Wachstum des Branded-Checkout-Geschäfts gemacht zu haben. Die Frist zur Anmeldung als Hauptkläger läuft am 20. April 2026 ab.
Die Canva-Kooperation zeigt, dass Lores neue Vertriebskanäle erschließen will. Ob das ausreicht, um das Branded-Checkout-Geschäft spürbar zu beleben, wird spätestens auf der virtuellen Hauptversammlung am 19. Mai ein zentrales Thema sein.
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