Ein Kursplus von rund 6 % am Montag klingt nach Erholung. Für PayPal ist es vor allem ein Aufatmen nach einem brutalen Jahresauftakt — und die rechtlichen Probleme verschwinden dadurch nicht.
Klage mit Frist: Donnerstag ist Stichtag
Am 20. April läuft die Frist ab, um in einem Wertpapier-Sammelklageverfahren als Hauptkläger aufzutreten. Die Klagen richten sich gegen PayPal wegen mutmaßlich irreführender Aussagen zur Umsatzentwicklung. Betroffen sind Anleger, die zwischen Februar 2024 und Februar 2026 PayPal-Aktien hielten.
Der Auslöser war der 3. Februar 2026. An diesem Tag meldete PayPal schwächere Quartalszahlen als erwartet — und verkündete gleichzeitig einen überraschenden CEO-Wechsel. Die Aktie brach daraufhin um mehr als 20 % ein. Kein Wunder, dass Anleger nervös reagierten.
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Die Kläger werfen dem Management vor, die eigene Vertriebsorganisation systematisch überschätzt zu haben. Konkret: Der Konzern habe intern gewusst, dass sein Vertrieb nicht in der Lage war, Kunden so schnell umzustellen wie öffentlich kommuniziert. Hinzu kommt, dass PayPal seine Finanzziele für 2027 — ein Jahr nach deren Veröffentlichung — vollständig zurückzog.
Operative Basis bleibt stabil
Das operative Geschäft zeigt sich widerstandsfähiger als der Kurs vermuten lässt. Im vierten Quartal 2025 verarbeitete PayPal Zahlungen im Volumen von 475 Milliarden US-Dollar — ein Plus von 9 % gegenüber dem Vorjahr. Das Netzwerk mit 439 Millionen aktiven Konten bleibt eine der größten Zahlungsinfrastrukturen weltweit.
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Der neue CEO Enrique Lores setzt auf Wachstumsinitiativen rund um Checkout-Optimierung, Werbung und die Monetarisierung von Venmo. Ob das reicht, um das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen, muss er erst beweisen.
Kurs weit unter Vorjahresniveau
Die Aktie notiert aktuell bei rund 40,62 Euro — etwa 40 % unter dem 52-Wochen-Hoch von 67,50 Euro vom Juli 2025. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von gut 18 %. Der Kurs liegt damit auch deutlich unter seinem 200-Tage-Durchschnitt von 51,63 Euro, was das strukturelle Ausmaß der Schwäche verdeutlicht.
Das Klageverfahren tritt ab Donnerstag in eine neue Phase, wenn die Frist für Hauptkläger endet. Parallel wartet der Markt darauf, ob Lores in den kommenden Quartalen konkrete Belege für seine Wachstumsstrategie liefern kann — oder ob die Prognose-Korrekturen vom Februar erst der Anfang waren.
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