Bei PayPal jagen sich die Hiobsbotschaften. Ein überraschender Chef-Abgang, massive Kursverluste und eine drohende Sammelklage erschüttern den Zahlungsdienstleister. Parallel dazu formiert sich mit Elon Musks „X Money“ eine neue Bedrohung für das lukrative US-Kerngeschäft.
Analysten ziehen die Reißleine
Die Investmentbank Mizuho stufte die Papiere kürzlich von „Outperform“ auf „Neutral“ ab und senkte das Kursziel auf 50 US-Dollar. Als Hauptgrund nennen die Experten den bevorstehenden Start von „X Money“. Elon Musks geplante Finanzplattform zielt direkt auf den US-Markt für private Geldtransfers ab. Genau hier erzielt PayPals Tochter Venmo bislang ihre höchsten Margen.
Auch andere Häuser zeigen sich skeptisch. BofA Securities und Loop Capital starteten die Bewertung ebenfalls mit neutralen Voten und Kurszielen unter der 50-Dollar-Marke. Sie verweisen auf schwindende Marktanteile und die fehlende strategische Ausrichtung unter der neuen Führung.
Führungskrise trifft auf Klagewelle
Die Unsicherheit an der Wall Street kommt nicht von ungefähr. Im Februar verkündete PayPal den plötzlichen Abgang von CEO Alex Chriss. Die Börse reagierte unerbittlich: Der Aktienkurs brach an einem einzigen Tag um über 20 Prozent ein.
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Aktuell notiert das Papier bei 42,07 Euro. Damit hat der Titel seit Jahresbeginn rund 15 Prozent an Wert verloren und handelt deutlich unter der 200-Tage-Linie von 51,42 Euro.
Erschwerend kommt eine drohende juristische Aufarbeitung hinzu. Investoren formieren sich zu einer Sammelklage wegen mutmaßlicher Falschaussagen zu Umsatz- und Wachstumsprognosen. Schon am 20. April endet die Frist für geschädigte Aktionäre, sich als Hauptkläger registrieren zu lassen. Das schnürt den Handlungsspielraum des Managements weiter ein.
Venmos Flucht nach vorn
Um dem Druck standzuhalten, schaltet die Tochter Venmo in den Angriffsmodus. Das Cashback-Programm „Stash“ wird massiv ausgebaut und bietet nun bis zu fünf Prozent Rückvergütung bei Partnern wie Sephora oder Taco Bell.
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Zusätzlich öffnete Venmo im März seine Grenzen. Nutzer können nun Geld an hunderte Millionen PayPal-Konten in 90 Märkten senden. Es ist die größte Expansion seit Bestehen der App.
Diese operativen Fortschritte müssen jedoch schnell in zählbare Gewinne umgemünzt werden. Im abgelaufenen vierten Quartal verfehlte PayPal mit einem Gewinn von 1,23 US-Dollar je Aktie die Markterwartungen.
Der Ausblick für das laufende Jahr 2026 lässt wenig Raum für Fehler. Das Management rechnet beim bereinigten Gewinn je Aktie bestenfalls mit einer Stagnation gegenüber den 5,31 US-Dollar aus dem Vorjahr. Sollte „X Money“ dem Venmo-Netzwerk tatsächlich Marktanteile abjagen, dürfte diese ohnehin konservative Prognose schnell ins Wanken geraten.
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