Der Zahlungsdienstleister PayPal vollzieht aktuell einen massiven strategischen Schwenk in Richtung Künstliche Intelligenz. Während das Unternehmen in Branchen-Rankings als weltweiter Spitzenreiter für KI-Talente geführt wird, zeichnet der Aktienkurs ein völlig anderes Bild. Unter dem neuen CEO Enrique Lores soll nun das sogenannte „Agentic Commerce“ die Wende bringen und den Bewertungsabschlag zur Konkurrenz abbauen.
Autonome Assistenten im Fokus
Laut dem Evident AI Index 2026 belegt der Konzern in der Zahlungsbranche weltweit den ersten Platz bei KI-Experten. Diese personelle Stärke fließt direkt in die Entwicklung autonomer Shopping-Assistenten. Statt eines passiven Bezahlvorgangs sollen intelligente Systeme Konsumenten künftig aktiv bei der Produktsuche und beim Kauf unterstützen.
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Um die technische Brücke zu den Händlern zu schlagen, steht die Übernahme der Plattform Cymbio kurz vor dem Abschluss. Die Transaktion soll noch im ersten Halbjahr 2026 über die Bühne gehen. Flankiert wird dieser Ausbau durch die globale Ausweitung des eigenen Stablecoins PYUSD auf über 70 Märkte sowie die regulatorisch konforme Integration mit Bybit EU.
Historischer Bewertungsabschlag
An der Börse zündet die technologische Neuausrichtung bislang nicht. Am Freitag rutschte das Papier um weitere 3,85 Prozent auf 37,76 Euro ab und notiert damit auf Jahressicht knapp 41 Prozent im Minus. Als Belastungsfaktor erwiesen sich zuletzt allgemeine Marktsorgen rund um Warnungen der US-Handelsbehörde FTC zu Kontoschließungspraktiken, auch wenn bisher keine formellen Maßnahmen eingeleitet wurden.
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Die anhaltende Schwäche hat zu einer historisch günstigen Bewertung geführt. Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis von 8,23 wird der Zahlungsabwickler mit einem enormen Abschlag gegenüber Branchenriesen wie Visa (22,3) oder Mastercard (24,9) gehandelt.
Analysten haben ihre Gewinnschätzungen für 2026 mittlerweile auf 5,34 US-Dollar pro Aktie angehoben. Der nächste konkrete Meilenstein für die neue Strategie ist die Vorlage der Quartalszahlen im Mai. Dann präsentiert das Management um den seit Anfang März amtierenden Konzernchef Enrique Lores die ersten operativen Ergebnisse zur Margenentwicklung im Kerngeschäft und der Venmo-Sparte unter seiner Führung.
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