PayPal Aktie: Fehlende Ziele belasten

Der neue PayPal-CEO Enrique Lores hat die langfristigen Finanzziele gestrichen, was zu Verunsicherung bei Investoren führt. Parallel startet die Tochter Venmo einen internationalen Expansionskurs.

PayPal Aktie
Kurz & knapp:
  • Neuer CEO streicht langfristige Finanzprognosen
  • Aktie verliert seit Jahresbeginn fast ein Viertel
  • Venmo startet internationalen Zahlungsdienst
  • Anstehende Sammelklage als Risikofaktor

Der Führungswechsel beim Zahlungsdienstleister hinterlässt Spuren. Seit Anfang März lenkt Enrique Lores die Geschicke des Unternehmens. Als eine seiner ersten Amtshandlungen kassierte er die langfristigen Finanzprognosen ein. Obwohl der Konzern gleichzeitig seine Tochter Venmo für den internationalen Markt öffnet, reagieren Investoren auf die fehlenden Zielvorgaben mit Zurückhaltung.

Strategiewechsel bringt Unsicherheit

Der plötzliche Kurswechsel unter dem neuen CEO fordert seinen Tribut. Lores löste im Februar Alex Chriss ab und strich umgehend die langfristigen Ausblicke. Dieser Schritt entzieht dem Markt wichtige Orientierungspunkte. Analysten reagieren entsprechend vorsichtig und vergeben mehrheitlich ein „Hold“-Rating bei einem durchschnittlichen Kursziel von rund 59 US-Dollar. Die aktuelle Verunsicherung spiegelt sich im Kursverlauf wider: Mit einem gestrigen Schlusskurs von 38,26 Euro summiert sich das Minus seit Jahresbeginn bereits auf knapp 23 Prozent.

Venmo greift international an

Parallel zum Umbau auf der Führungsebene treibt das Unternehmen das operative Geschäft voran. Am Dienstag integrierte der Konzern Venmo in sein globales Netzwerk. Nutzer können nun grenzüberschreitend in 90 Märkten Geld senden und empfangen. Damit vergrößert sich die Zielgruppe auf einen Schlag um etwa 200 Millionen potenzielle Anwender.

Der Schritt soll die Fragmentierung der Plattformen beenden. Interne Daten zeigen, dass fast die Hälfte der US-Nutzer für Überweisungen bisher die App wechseln musste. Bei der jüngeren Generation Z lag dieser Wert sogar bei 52 Prozent. Um die internationale Akzeptanz schnell zu steigern, verzichtet der Anbieter bis Ende August auf Gebühren für grenzüberschreitende Transfers. Damit tritt der Bezahldienst in direkte Konkurrenz zu etablierten Playern wie Wise oder Western Union.

Fokus auf Margen und Rechtsstreitigkeiten

Der Vorstoß in den internationalen Überweisungsmarkt birgt Potenzial. Das weltweite Volumen für grenzüberschreitende Zahlungen soll bis 2032 auf 62 Billionen US-Dollar anwachsen. Der geplante Umbau zu einer gebührenbasierten Technologieplattform zielt dabei auf höhere Margen ab. Kurzfristig rücken jedoch juristische Termine in den Vordergrund: Bis zum 20. April läuft eine Frist für eine anhängige Sammelklage. Neben der fehlenden Prognose stellt dieser Rechtsstreit einen weiteren konkreten Risikofaktor für die kommenden Wochen dar.

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