PayPal kämpft auf zwei Fronten gleichzeitig. Die US-Handelsaufsicht FTC hat dem Unternehmen eine formelle Warnung wegen möglicher Diskriminierung bei Kontosperrungen geschickt — und das just vier Tage vor einem Datum, das für PayPal noch aus einem ganz anderen Grund brisant ist.
FTC greift durch
FTC-Chef Andrew Ferguson schrieb persönlich an PayPals CEO. Der Vorwurf: PayPal könnte Kunden aufgrund politischer oder religiöser Überzeugungen von seinen Diensten ausgeschlossen haben — ein möglicher Verstoß gegen Section 5 des FTC Act. Die Behörde verweist auf eine Executive Order von Präsident Trump, die es Finanzdienstleistern verbietet, gesetzestreuen Bürgern den Zugang zu verwehren, weil deren politische Haltung oder Geschäftsmodell kontrovers erscheint.
Konkret verlangt die FTC Auskunft über Kontokündigungen, Risikomodelle und Kommunikationswege gegenüber betroffenen Nutzern. Auch der Einsatz automatisierter Systeme oder Drittanbieter-Daten bei Kontosperrungen steht auf dem Prüfstand. Für PayPal könnte das bedeuten: umfangreiche Anpassungen in der internen Governance, bei Beschwerdeverfahren und in der Frage, wie politische oder religiöse Aktivitäten in Risikomodelle einfließen.
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Der 20. April als Scheideweg
Am 20. April läuft die Frist ab, um sich als Hauptkläger in einer Sammelklage wegen Wertpapierbetrugs zu registrieren. Investoren werfen PayPal und mehreren Führungskräften vor, sie mit optimistischen Aussagen über die Wachstumsstrategie und die Ziele für 2027 in die Irre geführt zu haben — während das Unternehmen intern bereits wusste, dass diese Ziele nicht erreichbar waren.
Die Klagen beziehen sich auf einen Zeitraum, der bis Februar 2024 zurückreicht. Auslöser war ein dramatischer Kurseinbruch Anfang Februar 2026: PayPal verfehlte die Konsensschätzungen für Umsatz und Gewinn, wechselte überraschend den CEO aus und zog seine 2027-Ziele vollständig zurück. Die Aktie verlor an einem einzigen Tag rund 20 Prozent.
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Parallel dazu vollzieht PayPal am selben 20. April einen strukturellen Schritt im Kryptobereich: Das Digitalwährungsgeschäft wird von PayPal, Inc. in eine eigenständige Einheit namens PayPal Digital, Inc. überführt. Für Nutzer ändert sich operativ nichts — Krypto-Funktionen bleiben über die gewohnte App zugänglich.
Kurs erholt sich, bleibt aber weit vom Hoch entfernt
Die Aktie notiert aktuell bei rund 41,92 Euro — seit Jahresbeginn ein Minus von gut 15 Prozent, auf Zwölfmonatssicht sogar fast 21 Prozent im Minus. Vom 52-Wochen-Hoch bei 67,50 Euro trennt den Kurs noch immer ein Abstand von knapp 38 Prozent. Immerhin: In den vergangenen sieben Tagen legte das Papier rund 7,6 Prozent zu und handelt damit deutlich über seinem 50-Tage-Durchschnitt von 37,93 Euro.
Wie die FTC-Warnung letztlich ausgeht, bleibt offen. Klar ist: Sollte die Behörde ein formelles Verfahren einleiten, dürfte das die ohnehin belastete Stimmung rund um PayPal weiter unter Druck setzen — und die laufenden Klagen könnten davon profitieren.
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