Für PayPal reißt die Kette negativer Nachrichten nicht ab. Während sich der Zahlungsdienstleister noch von einem überraschenden CEO-Wechsel und schwachen Quartalszahlen erholt, formiert sich nun eine neue rechtliche Front. Eine ausgeweitete Sammelklage und eine frische Untersuchung der US-Handelsbehörde FTC setzen das Unternehmen zeitgleich unter Druck.
Ausgeweitete Sammelklage
Auslöser der zivilrechtlichen Probleme sind die Aussagen des Managements zum sogenannten „Branded Checkout“-Geschäft. Anleger werfen den Verantwortlichen vor, operative Schwierigkeiten verschwiegen und stattdessen ein nachhaltiges Wachstum suggeriert zu haben. Als am 3. Februar 2026 die tatsächliche Schwäche in diesem Segment offenbart wurde, brach der Kurs um ein Fünftel ein.
Eine am Donnerstag eingereichte Klage der Kanzlei Labaton Keller Sucharow vergrößert nun das rechtliche Risiko für das Unternehmen. Die Anwälte weiteten den betroffenen Zeitraum deutlich aus: Die Klage umfasst nun Aktienkäufe, die bis in den Februar 2024 zurückreichen. Zuvor datierte der Beginn der Sammelklagen lediglich auf Anfang 2025. Mehrere Kanzleien sammeln derzeit Betroffene, wobei die Frist zur Benennung eines Hauptklägers am 20. April abläuft.
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FTC prüft Kontosperrungen
Parallel zu den Klagen der Aktionäre schaltet sich die US-Handelsbehörde FTC ein. Die Aufseher verschickten Warnbriefe an große Zahlungsabwickler, darunter auch PayPal. Im Zentrum steht die Praxis des „Debankings“ – also die Frage, ob Konten von Nutzern oder Unternehmen aus politischen oder religiösen Gründen unrechtmäßig gesperrt wurden.
Die FTC fordert detaillierte Einblicke in die Risikobewertungsprozesse, die Kriterien für Kontoschließungen und den möglichen Einfluss automatisierter Systeme. FTC-Vorsitzender Andrew Ferguson machte deutlich, dass der Ausschluss von Kunden aus dem Finanzsystem aufgrund ihrer Weltanschauung formelle Ermittlungen und Durchsetzungsmaßnahmen nach sich ziehen könnte.
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Institutionelle Anleger auf dem Rückzug
Die anhaltende Unsicherheit hinterlässt sichtbare Spuren in der Aktionärsstruktur. Bereits im vierten Quartal 2025 reduzierte sich der Anteil institutioneller Investoren signifikant von knapp 74 auf rund 59 Prozent. Dieser Vertrauensverlust spiegelt sich auch im aktuellen Kursverlauf wider. Nach dem massiven Einbruch Anfang Februar notierte das Papier am Donnerstag bei 39,33 Euro, womit sich das Minus seit Jahresbeginn auf fast 21 Prozent summiert.
Bis zum 20. April wird sich nun formal entscheiden, wer die Führung der ausgeweiteten Sammelklage übernimmt. Gleichzeitig muss das Management die geforderten Dokumente zur Kontoführung an die FTC übermitteln, bevor im Rahmen der nächsten Quartalszahlen die tatsächlichen operativen Fortschritte im Checkout-Geschäft erneut auf den Prüfstand kommen.
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