Sammelklage, Konzernumbau und neues Management — PayPal bewältigt heute gleich drei Baustellen auf einmal. Der 20. April 2026 ist für den Zahlungsdienstleister kein gewöhnlicher Handelstag.
Frist für Kläger läuft ab
Bis zum heutigen Geschäftsschluss können sich Aktionäre als Hauptkläger in einer Sammelklage vor einem US-Bundesgericht bewerben. Betroffen sind Anleger, die zwischen Februar 2024 und Februar 2026 PayPal-Aktien gehalten haben. Der Vorwurf: Das Unternehmen habe irreführende Angaben zu seinen Finanzzielen für 2027 gemacht und die Probleme im eigenen Vertrieb verschwiegen.
Der Auslöser war ein dramatischer Kurseinbruch im Februar 2026. Damals verlor die Aktie an einem einzigen Tag rund 20 Prozent ihres Wertes — ausgelöst durch den Rückzug langfristiger Gewinnziele und einen überraschenden Führungswechsel. Das 52-Wochen-Tief lag bei 32,93 Euro.
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Krypto-Sparte bekommt eigene Heimat
Parallel dazu schließt PayPal heute die Ausgliederung seiner Krypto-Aktivitäten ab. Alle Kryptowährungsgeschäfte wandern von PayPal, Inc. in eine neue Tochtergesellschaft namens PayPal Digital, Inc. Bestehende „Cryptocurrencies Hubs“ werden in reguläre Krypto-Konten der neuen Einheit umgewandelt.
Für Nutzer ändert sich praktisch nichts — Login-Daten und App-Zugang bleiben unverändert. Hinter dem Schritt steckt eine klare Strategie: Digitale Vermögensverwaltung und klassisches Zahlungsgeschäft sollen strukturell sauber getrennt werden.
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Neuer Chef, neue Richtung
Den Umbau verantwortet Enrique Lores, der seit dem Abgang von Alex Chriss Anfang Februar als CEO amtiert. Auf dem „PayPal Beyond 2026″-Event in San Francisco letzte Woche skizzierte er einen Kurs, der auf Effizienz und KI-Integration im Zahlungsverkehr setzt.
Die Aktie hat sich vom Februar-Tief erholt. Mit einem Schlusskurs von 43,08 Euro und einem Plus von rund 13 Prozent in den vergangenen 30 Tagen zeigt der Kurs wieder Stärke. Der 50-Tage-Durchschnitt liegt bei 38,23 Euro — den hat die Aktie inzwischen klar überwunden.
Allerdings drückt die interne Prognose auf die Stimmung: PayPal erwartet für 2026 einen Rückgang des Gewinns je Aktie im mittleren einstelligen Prozentbereich. Das aggressive Aktienrückkaufprogramm soll diesen Effekt zumindest teilweise abfedern. Wie gut das gelingt, wird sich spätestens beim nächsten Quartalsbericht zeigen — dann auch mit ersten Zahlen unter der neuen Führung.
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