Der Zahlungsdienstleister PayPal zieht personelle Konsequenzen aus dem schleppenden Umbau des Unternehmens. Mit der Veröffentlichung des aktuellen Geschäftsberichts bestätigte der Konzern einen Wechsel auf dem Chefposten. Enrique Lores soll nun als neuer CEO die Transformation beschleunigen, nachdem die bisherige Führung die Erwartungen des Verwaltungsrats verfehlt hatte.
Führungswechsel und neue Kontrollstrukturen
Um die internen Abläufe zu straffen, greift das Unternehmen tief in die Führungsstruktur ein. Lores, der zuvor den Verwaltungsrat leitete, übernimmt die operative Spitze von Alex Chriss. Den unabhängigen Vorsitz des Verwaltungsrats übernimmt künftig David Dorman. Flankiert wird dieser Schritt von einer Neuordnung der Aufsichtsgremien: Der bisherige Prüfungsausschuss wird in zwei separate Einheiten für Finanzen sowie Risiko und Compliance aufgeteilt. Diese klare Trennung soll eine präzisere Überwachung der Geschäftsrisiken gewährleisten.
Solide Zahlen mit einem Schönheitsfehler
Finanziell steht der Konzern auf einem stabilen Fundament. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 stieg der Nettoumsatz um vier Prozent auf 33,2 Milliarden US-Dollar, während der Gewinn je Aktie um 35 Prozent auf 5,41 US-Dollar zulegte. Allerdings offenbarte der Bericht eine Schwäche im margenstarken Kernbereich des „Branded Checkout“, der Ende 2025 hinter den internen Zielen zurückblieb.
Um das neue Management an langfristige Erfolge zu binden, bittet PayPal die Aktionäre nun um die Freigabe eines neuen Vergütungsplans. Dieser sieht unter anderem die Ausgabe von bis zu 39,1 Millionen neuen Aktien vor. An der Börse spiegelt sich die Unzufriedenheit der vergangenen Monate deutlich wider. Mit einem gestrigen Schlusskurs von 38,73 Euro verzeichnet das Papier seit Jahresbeginn einen Verlust von knapp 22 Prozent und notiert damit weit unter der wichtigen 200-Tage-Linie.
Wichtige Termine im Mai
Die nächsten Wochen bringen nun konkrete Richtungsentscheidungen für Investoren. Am 5. Mai 2026 wird PayPal die Zahlen für das erste Quartal vorlegen, für die Analysten einen leichten Gewinnrückgang auf 1,29 US-Dollar je Aktie prognostizieren. Zwei Wochen später, am 19. Mai, stimmen die Aktionäre auf der Hauptversammlung final über die neuen Personalien und das vorgestellte Aktienprogramm ab.
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