PayPal steht vor einem dichten Terminkalender, der die Richtung für den Rest des Jahres vorzeichnen könnte. Klagedruck, ein neuer CEO in seiner ersten Bewährungsprobe und ein nahender Quartalsbericht — alles fällt in einen engen Zeitraum zusammen.
Sammelklage mit Frist am 20. April
Bis zum 20. April müssen Anleger entscheiden, ob sie als Lead-Plaintiff in einer Wertpapierbetrugsklage auftreten wollen. Die Klagen richten sich gegen PayPal im Namen von Aktionären, die zwischen Februar 2024 und Februar 2026 Anteile hielten. Der Vorwurf: Das Management habe ein unrealistisch positives Bild der Umsatzentwicklung gezeichnet und Risiken durch Saisonalität sowie makroökonomische Schwankungen heruntergespielt.
Ausgelöst wurde die rechtliche Offensive durch den Kurseinbruch Anfang Februar, als die Aktie nach den Q4-Zahlen um mehr als 20 Prozent auf rund 41,70 Dollar abstürzte. Seitdem hat sich der Kurs etwas erholt, notiert aber weiterhin rund 43 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch.
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Erster Quartalsbericht unter neuem CEO
Am 5. Mai legt PayPal seine Q1-Zahlen vor — und es wird der erste Bericht unter CEO Enrique Lores sein, der seit dem 1. März 2026 an der Spitze steht. Der Wechsel kam nicht ohne Botschaft: Der Verwaltungsrat hatte das Tempo der Umsetzung unter der vorherigen Führung als unzureichend bewertet.
Die Messlatte liegt niedrig, aber klar definiert. Im vierten Quartal 2025 verfehlte PayPal die Erwartungen beim Gewinn je Aktie (1,23 Dollar statt 1,29 Dollar) und beim Umsatz (8,68 Milliarden statt 8,79 Milliarden Dollar). Für Q1 2026 erwartet das Unternehmen selbst nur ein leichtes Umsatzwachstum sowie einen Rückgang beim bereinigten Gewinn je Aktie im mittleren einstelligen Prozentbereich.
Lores setzt auf zwei Schwerpunkte: die Stabilisierung des angeschlagenen Branded-Checkout-Geschäfts und Kooperationen im KI-Bereich — unter anderem mit Google, OpenAI und Perplexity, das die „Pay with Venmo“-Funktion direkt in seine KI-Suchoberfläche integriert hat.
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Makrorisiken und Analystenbild
Wells Fargo weist darauf hin, dass PayPal besonders anfällig für tarifbedingte Unsicherheiten ist — 90 Prozent der Erlöse stammen aus konsumentengetriebenen Transaktionen. Das Management selbst räumte zuletzt Druck im Einzelhandelsgeschäft ein, besonders bei Kunden mit niedrigem und mittlerem Einkommen.
Unter den 30 Analysten, die den Titel beobachten, lautet das Durchschnittsurteil „Halten“, mit einem mittleren Kursziel von 62,84 Dollar. Citigroup-Analyst Bryan Keane hob sein Ziel Anfang April von 42 auf 48 Dollar an, blieb aber bei „Neutral“.
Am 19. Mai folgt zudem die virtuelle Hauptversammlung, auf der Aktionäre über ein neues Vergütungsprogramm abstimmen, das die Ausgabe von bis zu 39,1 Millionen neuen Aktien ermöglichen würde — ein Punkt, den Anleger im Blick behalten sollten.
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