Beim Zahlungsdienstleister PayPal reißen die internen und externen Baustellen nicht ab. Während sich geschädigte Anleger für eine Sammelklage formieren, baut das Unternehmen seine Führungsriege weiter um. Der seit März amtierende CEO Enrique Lores muss nun beweisen, dass er den Konzern nach den jüngsten Enttäuschungen operativ stabilisieren kann.
Juristische Altlasten
Bis zum 20. April 2026 haben Aktionäre Zeit, sich als Hauptkläger in einem laufenden Wertpapierbetrugsprozess aufstellen zu lassen. Auslöser der Klage war der schwache Quartalsbericht vom 3. Februar. Damals überraschte PayPal den Markt mit einem plötzlichen Chefwechsel und der Rücknahme langfristiger Finanzziele. Kläger werfen dem Management vor, zuvor irreführende Aussagen zur Wachstumsstrategie im Bereich der Marken-Checkouts getroffen zu haben.
Diese Unsicherheiten spiegeln sich deutlich im Kurs wider. Seit Jahresbeginn hat das Papier über 22 Prozent an Wert verloren und notiert nach dem gestrigen Handelsschluss bei 38,52 Euro.
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Immerhin gab es an einer anderen rechtlichen Front eine Entlastung. Ein kalifornisches Gericht wies eine Kartellklage gegen das Unternehmen ab. Die Kläger konnten eine angebliche Marktmacht von PayPal durch Anti-Steering-Regeln nicht ausreichend belegen.
Stühlerücken im Kontrollgremium
Parallel zu den juristischen Auseinandersetzungen ordnet PayPal seine Aufsichtsstrukturen neu. Mit Alyssa Henry, der ehemaligen Chefin des Konkurrenten Square, zieht eine erfahrene Branchenkennerin in den Aufsichtsrat ein. Gleichzeitig wird das langjährige Mitglied Gail McGovern bei der kommenden Hauptversammlung nicht mehr zur Wiederwahl antreten. Das Gremium schrumpft damit künftig auf elf Personen.
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Diese personellen Anpassungen flankieren den laufenden Führungswechsel an der Unternehmensspitze. Erst am 1. März hatte Enrique Lores offiziell das Ruder vom vorherigen CEO Alex Chriss übernommen.
Analysten treten auf die Bremse
Die Wall Street begleitet diese Übergangsphase mit spürbarer Zurückhaltung. Das Analysehaus Loop Capital nahm die Bewertung der Papiere Ende März mit einer neutralen „Hold“-Einstufung und einem Kursziel von 46 US-Dollar auf. Zuvor hatten bereits andere Institute ihre Erwartungen nach unten korrigiert. Als Hauptgründe gelten das abflachende Volumenwachstum im E-Commerce und der zunehmende Wettbewerbsdruck bei digitalen Zahlungen.
Für Investoren stehen in den kommenden Wochen mehrere richtungsweisende Termine im Kalender:
- 20. April 2026: Fristende für die Hauptkläger im Wertpapierprozess
- 5. Mai 2026: Veröffentlichung der Ergebnisse für das erste Quartal
- 19. Mai 2026: Jahreshauptversammlung
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