Der Zahlungsdienstleister PayPal sieht sich mit einer weiteren Sammelklage konfrontiert. Im Zentrum der Vorwürfe steht das einstige Aushängeschild des Unternehmens: der Branded Checkout. Anleger werfen dem Management vor, interne Probleme bei dieser Kernfunktion verschleiert und unrealistische Finanzziele für das Jahr 2027 kommuniziert zu haben.
Enttäuschende Zahlen als Auslöser
Auslöser für den juristischen Ärger war die Präsentation der Jahreszahlen Anfang Februar. Statt des erhofften Wachstums verzeichnete das Branded-Checkout-Segment lediglich ein Plus von einem Prozent beim Zahlungsvolumen – ein deutlicher Rückgang gegenüber den fünf Prozent aus dem Vorquartal. Auch beim Gewinn und Umsatz verfehlte der Konzern die Markterwartungen. Die Kanzlei Hagens Berman argumentiert nun in ihrer Klage, dass die Vertriebsorganisation schlicht nicht auf den harten Wettbewerb mit Konkurrenten wie Apple Pay vorbereitet war.
Die Quittung für die schwache Geschäftsentwicklung spiegelt sich deutlich im Kursverlauf wider. Aktuell notiert der Titel bei 38,10 Euro und hat damit seit Jahresbeginn bereits über 23 Prozent an Wert verloren. Auch der Blick nach vorn liefert wenig Entlastung. Das Management rechnet für das laufende Geschäftsjahr mit sinkenden Transaktionsmargen und steigenden operativen Kosten. Für das erste Quartal wird lediglich ein Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich in Aussicht gestellt.
Umbau der Krypto-Sparte
Abseits der juristischen Auseinandersetzungen ordnet PayPal sein Geschäft mit digitalen Vermögenswerten neu. Vorbehaltlich der behördlichen Genehmigung werden die Krypto-Dienstleistungen in eine eigenständige Tochtergesellschaft namens PayPal Digital überführt. Dieser Schritt flankiert die jüngsten Expansionsbemühungen in diesem Sektor, zu denen auch der eigene Stablecoin PYUSD gehört. Für Nutzer ändert sich an der Handhabung über die bestehende App nichts.
Für Investoren rückt nun der 20. April 2026 in den Fokus. Bis zu diesem Stichtag können sich Aktionäre bei Gericht als Hauptkläger für das Verfahren bewerben. Parallel dazu soll an diesem Tag die organisatorische Ausgliederung der Krypto-Sparte vollzogen werden, was dem Management neben der juristischen Verteidigung zusätzliche operative Aufmerksamkeit abverlangt.
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