Ein Führungswechsel, verfehlte Quartalszahlen und ein harter Konkurrenzkampf prägen das Bild bei PayPal. Auf Jahressicht verlor die Aktie rund ein Viertel ihres Wertes. Nun liefert eine neue Partnerschaft mit der amerikanischen Football-Liga NFL dringend benötigte Fantasie. Das weckt das Interesse der Wall Street.
Rückenwind durch die NFL
Die Bank of America reagiert prompt auf den Sport-Deal. Die Analysten heben ihr Kursziel für den Zahlungsdienstleister auf 55 US-Dollar an. Sie erwarten einen klaren finanziellen Nutzen. Die NFL-Kooperation soll die Nutzerbindung spürbar stärken und zusätzliche Einnahmen im gesamten System generieren. Andere Häuser bleiben vorsichtiger. Die UBS sieht den fairen Wert der Aktie bei 50 US-Dollar. Die Citigroup peilt 48 US-Dollar an.
An der Börse zeigt die Nachricht Wirkung. Mit einem aktuellen Kurs von 42,58 Euro notiert das Papier knapp zehn Prozent höher als noch vor einem Monat. Damit hat die Aktie die viel beachtete 50-Tage-Linie wieder hinter sich gelassen. Das dürfte den neuen Vorstandschef Enrique Lores freuen. Er hat den Posten erst Anfang März übernommen. Sein Ziel: strikte Kostendisziplin und ein höheres Innovationstempo.
Milliardenprogramm stützt den Kurs
Lores muss das Ruder nach einem schwachen Schlussquartal herumreißen. Für das laufende Geschäftsjahr erwarten Analysten lediglich ein moderates Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Um den Kurs in dieser Übergangsphase abzusichern, hat der Verwaltungsrat ein massives Kapitalrückführungsprogramm autorisiert. PayPal plant Aktienrückkäufe im Volumen von sechs Milliarden US-Dollar. Auf dem aktuellen Preisniveau könnte das Unternehmen damit mehr als zwölf Prozent aller ausstehenden Papiere vom Markt nehmen. Das stützt den Gewinn je Aktie.
Konkurrenz für Venmo
Der Wettbewerb schläft indes nicht. Finanzinstitute wie Mizuho warnen vor neuen integrierten Bezahllösungen. Besonders das Projekt „X Money“ bedroht potenziell die Marktanteile der PayPal-Tochter Venmo. Ein Risiko. Der Markt für mobile Zahlungen verzeiht keine strategischen Fehler. Den ersten echten Härtetest für das neue Management liefert der Kalender in wenigen Wochen. Anfang Mai präsentiert PayPal die Ergebnisse für das abgelaufene Auftaktquartal.
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