Starker Umsatz, schrumpfende Gewinne. Bei PayPal klaffen Anspruch und Wirklichkeit derzeit weit auseinander. Der neue Konzernchef Enrique Lores liefert zwar solide Quartalszahlen. Die Skepsis an der Wall Street bleibt jedoch groß.
Im ersten Quartal stieg der Umsatz auf 8,35 Milliarden US-Dollar. Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag bei 1,34 Dollar. Damit übertraf der Zahlungsdienstleister die Markterwartungen.
Ein genauerer Blick offenbart allerdings Probleme. Die operativen Kosten steigen spürbar. Das unbereinigte Nettoergebnis fiel um 14 Prozent auf gut 1,1 Milliarden Dollar. Abschreibungen auf Krypto-Anlagen belasteten die Bilanz zusätzlich.
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Analysten uneins über Turnaround
Die Expertenreaktionen fallen extrem unterschiedlich aus. Goldman Sachs rät weiterhin zum Verkauf der Aktie und nennt 41 Dollar als Ziel. RBC Capital sieht hingegen eine klare Kaufchance. Analyst Daniel Perlin ruft ein Kursziel von 59 Dollar aus.
Anleger agieren derweil extrem vorsichtig. Die Aktie notiert aktuell bei 39,55 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf gut 20 Prozent. Damit liegt das Papier weit unter der 200-Tage-Linie.
Umbau und Aktienrückkäufe
Konzernchef Lores baut das Unternehmen radikal um. Er teilt das Geschäft in drei Kernbereiche auf. Künstliche Intelligenz soll Prozesse beschleunigen und Kosten senken. Auch der hauseigene Stablecoin expandiert mittlerweile in 70 globale Märkte. Soweit so gut.
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Parallel dazu stützt das Management den Kurs mit Kapitalmaßnahmen. Im abgelaufenen Quartal kaufte PayPal eigene Aktien für 1,5 Milliarden Dollar zurück. Aktionäre erhalten Ende Juni eine Bardividende von 0,14 Dollar je Anteilsschein.
Gedämpfter Ausblick
Eine juristische Baustelle konnte das Unternehmen immerhin schließen. Ein Bundesgericht wies eine Klage wegen angeblichen Wertpapierbetrugs ab. Die Kläger warfen PayPal vor, Nutzerzahlen künstlich aufgebläht zu haben. Der Richter sah dafür keine ausreichenden Beweise.
Der Ausblick für das laufende zweite Quartal dämpft die Stimmung. Das Management rechnet mit einem Gewinnrückgang von knapp neun Prozent. Für das Gesamtjahr 2026 erwartet PayPal bestenfalls ein minimales Ergebniswachstum.
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