Montag beginnt für PayPal-Aktionäre mit einer klaren Erwartungshaltung: Am 5. Mai legt der Zahlungsdienstleister seine Q1-Zahlen vor — der erste Quartalsbericht unter dem neuen CEO Enrique Lores. Die Aktie notiert bei 42,72 Euro, rund 14 Prozent im Minus seit Jahresbeginn, und der Markt wartet auf Antworten.
Branded Checkout im Fokus
Das Kernproblem ist bekannt. Das profitabelste Segment, das sogenannte Branded Checkout, wuchs im vierten Quartal 2025 nur um rund ein Prozent — zu wenig angesichts des Wettbewerbsdrucks und der schwachen Nachfrage im Online-Handel. Das Segment trägt mehr als die Hälfte der Gewinne, weshalb sein Wachstumspfad die Quartalszahlen stärker prägt als jede andere Kennzahl.
Für 2026 hat das Management einen moderaten Anstieg im Branded Checkout in Aussicht gestellt — von leicht positiv bis in den niedrigen einstelligen Prozentbereich. Für Q1 erwartet PayPal ein Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Bereich auf währungsbereinigter Basis. Analysten rechnen mit einem verwässerten Gewinn je Aktie von 1,27 Dollar — ein Rückgang von rund 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal.
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Truist verkauft, andere zögern
Ausgerechnet am Freitag hob Truist-Analyst Matthew Coad sein Kursziel auf 45 Dollar an — und behielt dennoch die Verkaufsempfehlung. Das Zahlungsumfeld sei „überwiegend positiv“, die Verbraucher in den USA gäben weiter Geld aus. Trotzdem sieht Coad den aktuellen Kurs als zu hoch bewertet.
Andere Häuser sind weniger pessimistisch. Bank of America erhöhte ihr Kursziel auf 55 Dollar bei einer neutralen Einschätzung, Cantor Fitzgerald bestätigte ebenfalls „Neutral“ mit einem Ziel von 54 Dollar. Von 26 Analysten empfehlen 62 Prozent das Halten der Aktie — ein Konsens, der wenig Überzeugung ausstrahlt.
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Makrorisiken und Kapitalrückflüsse
Hinzu kommt das makroökonomische Umfeld. PayPals starke Abhängigkeit vom E-Commerce macht den Konzern anfälliger als viele Wettbewerber, sollten die US-Zölle den Konsum bremsen. Zahlungsdienstleister verdienen prozentual am Transaktionsvolumen — weniger und kleinere Käufe treffen sie direkt.
Auf der anderen Seite steht ein milliardenschweres Rückkaufprogramm: PayPal plant, 2026 rund sechs Milliarden Dollar in eigene Aktien zu investieren — das entspricht etwa 14 Prozent der aktuellen Marktkapitalisierung. Der freie Cashflow soll mindestens ebenso hoch ausfallen. Das stützt die Gewinnkennzahlen, löst aber die strategischen Fragen nicht.
Lores muss liefern
Der Vorstand hatte Lores von HP geholt, weil das Tempo der Umsetzung unter seinem Vorgänger nicht den Erwartungen entsprach. Am 5. Mai zeigt sich erstmals, ob der neue Chef eine klarere Wachstumsstory für PayPal formulieren kann — insbesondere bei Venmo, Checkout-Upgrades und dem Zahlungsvolumen insgesamt. Die Aktie liegt noch rund 30 Prozent über ihrem 52-Wochen-Tief vom Februar. Viel Spielraum für Enttäuschungen bleibt nicht.
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