PayPal: Truist bleibt bei Sell-Rating, Ziel $45

PayPal-Aktie verharrt auf niedrigem Niveau vor erstem Bericht unter neuem CEO Enrique Lores. Analysten sehen trotz günstiger Bewertung operative Risiken.

PayPal Aktie
Kurz & knapp:
  • Erster Quartalsbericht unter neuer Führung
  • Kurs-Gewinn-Verhältnis auf historischem Tief
  • Stagnierende Nutzerzahlen und schwaches Button-Wachstum
  • Milliardenschwere Aktienrückkäufe als Stütze geplant

Ein historisch niedriges Bewertungsniveau trifft auf stagnierende Nutzerzahlen. Bei PayPal klaffen die Hoffnungen auf einen Turnaround und die harte Realität des operativen Geschäfts weit auseinander. Am 5. Mai legt der Zahlungsdienstleister seine Quartalszahlen vor — der erste Bericht unter der Führung des neuen CEOs Enrique Lores.

Die Wall Street ist sich uneins über die Aussichten des Fintech-Riesen. Analyst Matthew Coad von Truist Financial bekräftigte kürzlich seine Verkaufsempfehlung. Er hob das Kursziel zwar auf 45 US-Dollar an, warnt aber trotz eines robusteren Konsumumfelds in den USA vor den kurzfristigen Ertragsaussichten. Andere Häuser wie BMO Capital Markets und die Bank of America positionieren sich mit Kurszielen von 52 beziehungsweise 55 US-Dollar neutral.

An der Börse spiegelt sich diese Skepsis wider. Aktuell notiert die Aktie bei rund 42 Euro und verzeichnet damit seit Jahresbeginn ein Minus von knapp 15 Prozent. Auf Sicht von zwölf Monaten verlor das Papier mehr als ein Viertel seines Wertes.

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Günstige Bewertung oder Value-Falle?

Nach Jahren schwacher Kursentwicklung wird PayPal an der Börse mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 8,9 gehandelt. Das ist ein Niveau, das seit der Abspaltung von eBay im Jahr 2015 nicht mehr erreicht wurde. Dennoch zögern viele Investoren.

Das Management rechnet für das laufende Jahr mit stagnierenden bis leicht rückläufigen Gewinnen. Analysten prognostizieren ein mageres Umsatzwachstum von knapp drei Prozent. Um den Ertrag je Aktie zu stützen, plant PayPal milliardenschwere Aktienrückkäufe, die rund 14 Prozent der aktuellen Marktkapitalisierung abdecken.

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Wachstumsstau im Kerngeschäft

Der Wettbewerb setzt dem einstigen Pionier massiv zu. Apple und Alphabet drängen mit ihren Bezahldiensten in den Markt. Parallel dazu erobern Anbieter von Ratenzahlungen wie Affirm und Klarna die jüngere Zielgruppe. Das bremst die Expansion.

Mit rund 439 Millionen aktiven Nutzern bleibt PayPal zwar ein Schwergewicht. Vergleicht man diesen Wert jedoch mit den Zahlen von Ende 2022, herrscht faktisch Stillstand. Besonders schmerzhaft ist die Entwicklung beim hauseigenen Bezahl-Button. Das Wachstum in diesem margenstarken Segment fiel zuletzt auf nur noch ein Prozent zurück.

Am 5. Mai muss CEO Enrique Lores liefern. Investoren erwarten konkrete Antworten, wie er das Kerngeschäft stabilisieren will. Im Fokus stehen dabei auch die neuen Partnerschaften mit Google, OpenAI und Perplexity. Liefern diese Kooperationen keine messbaren Resultate, dürfte der Druck auf die Aktie weiter zunehmen.

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