Frisches Kapital, frisches Analystenlob: Die Investmentbank NuWays bestätigt ihr BUY-Rating für Pentixapharm und nennt ein Kursziel von 7,20 Euro auf Sicht von zwölf Monaten. Der Grund liegt in der jüngst abgeschlossenen Kapitalerhöhung, die dem Unternehmen laut den Analysten nun erlaubt, aus einer Position finanzieller Stärke in die entscheidende Phase-3-Studie für den Diagnostik-Kandidaten PentixaFor zu starten.

Die Zahlen dazu: Pentixapharm platzierte rund 11 Millionen neue Aktien zu je 1,85 Euro und erlöste damit netto etwa 19,7 Millionen Euro. Ankeraktionär Eckert Wagniskapital übte sein Bezugsrecht mit einem Anteil von rund 36 Prozent vollständig aus, die Resttranche war deutlich überzeichnet. Die Barmittel steigen dadurch pro forma von zuvor rund 5 Millionen auf etwa 25 Millionen Euro und sichern die Finanzierung nach Einschätzung von NuWays bis Anfang 2028 statt nur bis zum ersten Quartal 2027.

Diagnostik für ein unterschätztes Volksleiden

PentixaFor zielt auf primären Hyperaldosteronismus, eine häufige und heilbare Ursache von Bluthochdruck. Die Erkrankung betrifft schätzungsweise 10 Prozent aller Hypertoniker beziehungsweise rund 30 Millionen Menschen in den USA und Europa. Bislang erfordert die Diagnose eine invasive Venenblutentnahme aus der Nebenniere, ein Verfahren, das nur wenige Spezialzentren beherrschen. PentixaFor soll diesen Engpass durch einen einzigen PET/CT-Scan ersetzen — durchführbar in jedem Krankenhaus mit entsprechender Ausstattung.

Diese Infrastruktur wächst gerade kräftig, getrieben vom Boom der Prostatakrebs-Theranostik: Novartis meldete für sein Präparat Pluvicto im zweiten Quartal 2026 ein Umsatzplus von rund 43 Prozent, was den Ausbau von PET-Kapazitäten weltweit beschleunigt. Pentixapharm könnte von dieser bereits vorhandenen Infrastruktur profitieren, ohne selbst investieren zu müssen.

Zwei Termine gelten laut NuWays als nächste Belege für den Fortschritt: Der erste Patient soll noch in der zweiten Jahreshälfte 2026 in die PANDA-Studie eingeschlossen werden, angepeilt sind insgesamt rund 270 Teilnehmer mit Topline-Daten im Jahr 2028. Parallel laufen Gespräche mit potenziellen Partnern aus Bildgebung und Kardiologie — ein Vertragsabschluss erscheint den Analysten bereits im ersten Halbjahr 2027 möglich.

Die Gesamtzahl der Stimmrechte liegt nach der Kapitalmaßnahme nun bei 35.815.689 Aktien. Der nächste konkrete Meilenstein bleibt damit die Einschreibung des ersten Studienpatienten, die noch in diesem Jahr erwartet wird.