PepsiCo hat am Dienstag Quartalszahlen vorgelegt, die über den Erwartungen lagen – dennoch reagierte die Börse zunächst mit Verkäufen. Die Aktie verlor im vorbörslichen Handel rund ein Prozent und notierte bei 153,90 Dollar. Ein Widerspruch, der aufhorcht lässt.
Der Getränke- und Snackkonzern meldete für das vierte Quartal einen Umsatz von 29,34 Milliarden Dollar. Analysten hatten lediglich 28,97 Milliarden erwartet. Auch beim Gewinn je Aktie überraschte das Unternehmen positiv: 2,26 Dollar standen am Ende zu Buche, die Prognose lag bei 2,24 Dollar. Die organischen Erlöse kletterten um 2,1 Prozent – eine sequenzielle Beschleunigung gegenüber den Vorquartalen.
Warum dann die verhaltene Reaktion?
Die Anleger schauen längst nicht mehr nur auf die nackten Zahlen. Sie wollen Signale für künftiges Wachstum sehen. Und genau hier hakt es: Das nordamerikanische Lebensmittelgeschäft schwächelt weiter. Die Verkaufsmengen gingen im vierten Quartal um ein Prozent zurück, nachdem sie im Vorquartal bereits um vier Prozent eingebrochen waren.
PepsiCo kämpft in den USA mit preissensiblen Konsumenten. Inflation und stockende Kaufkraft zwingen den Konzern zum Handeln. Laut einem Bericht des Wall Street Journal plant das Unternehmen Preissenkungen von bis zu 15 Prozent bei Produkten wie Lay’s und Cheetos. Gleichzeitig will PepsiCo die Anzahl der angebotenen Produkte in diesem Jahr um etwa 20 Prozent reduzieren. Einige Produktionsstätten wurden bereits geschlossen, Stellen gestrichen.
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Sparkurs mit Ankündigung
Der Konzern steckt mitten in einer strategischen Neuausrichtung. CEO Ramon Laguarta kündigte für 2026 rekordverdächtige Einsparungen an, die Investitionen in Wachstum finanzieren sollen. Das klingt nach einem klassischen Effizienzprogramm unter Druck.
Dazu passt, dass aktivistischer Investor Elliott Management Ende letzten Jahres eingestiegen ist und auf Veränderungen im schwächelnden Lebensmittelgeschäft drängt. Die Überprüfung der nordamerikanischen Lieferkette, die im Dezember angekündigt wurde, dürfte kein Zufall gewesen sein.
International rettet die Bilanz
Während Nordamerika kämpft, läuft es in anderen Regionen besser. Europa, Nahost und Afrika legten beim Umsatz um zwölf Prozent zu. Auch die internationalen Getränkevolumina stiegen um drei Prozent. Lokalisierte Geschmacksrichtungen und zuckerarme Varianten punkten offenbar bei den Konsumenten in Indien und Brasilien.
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Das Getränkegeschäft in Nordamerika zeigt indes erste Erfolge: Die Sparte mit probiotischen Limonaden sowie zucker- und kalorienarmen Getränken gewinnt an Fahrt. Insgesamt stieg das Getränkevolumen im vierten Quartal um ein Prozent.
Dividende und Rückkäufe als Signal
PepsiCo erhöht die Jahresdividende um vier Prozent auf 5,92 Dollar je Aktie – die 54. Anhebung in Folge. Zudem kündigte der Konzern ein neues Aktienrückkaufprogramm im Volumen von zehn Milliarden Dollar an, gültig bis Februar 2030. Beides Maßnahmen, die Zuversicht signalisieren sollen.
Für 2026 bestätigte das Management seine Prognose: Organisches Umsatzwachstum zwischen zwei und vier Prozent, Gewinnwachstum zwischen vier und sechs Prozent auf bereinigter Basis. Ob das ausreicht, um die Anleger zu überzeugen, wird sich zeigen. Die Aktie hinkt Erzrivale Coca-Cola über die vergangenen fünf Jahre deutlich hinterher.
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