PepsiCo korrigiert die Gewinnerwartung für 2026 nach unten. Zum Quartalsbericht räumt der Konzern ein, dass zurückhaltende Verbraucher und steigende Kosten die Margen stärker belasten als gedacht.
Prognose deutlich niedriger
Der bereinigte Gewinn je Aktie soll währungsbereinigt nur noch um ein bis zwei Prozent wachsen. Zuvor hatte der Konzern einen Anstieg am unteren Ende der Spanne von vier bis sechs Prozent in Aussicht gestellt. Das ist ein spürbarer Einschnitt.
Beim Umsatz fällt die Korrektur milder aus. Das organische Wachstum soll bei rund drei Prozent liegen, bisher standen zwei bis vier Prozent im Plan. Die Erlösseite trägt also, die Profitabilität nicht.
Nordamerika bremst
Als Grund nennt PepsiCo vor allem das Geschäft in Nordamerika. Inflationsmüde Konsumenten kaufen weniger Snacks und Getränke oder weichen auf günstigere Alternativen aus. Parallel dazu bleiben die Einkaufskosten für Rohstoffe hoch und drücken auf die Margen.
PepsiCo steht damit nicht allein. Hersteller wie General Mills, McCormick und Conagra Brands kämpfen mit derselben Mischung aus steigenden Inputkosten und vorsichtigem Konsum. Höhere Benzinpreise lassen den Haushalten zusätzlich weniger Spielraum für den Einkauf im Supermarkt.
Aktie startet kaum verändert
Die Papiere hatten am Vortag mit 123,73 Dollar geschlossen, ein Minus von 1,6 Prozent. Vorbörslich notierten sie zunächst leicht darüber bei 123,99 Dollar. Die Reaktion auf die Zahlen selbst zeigt sich erst im regulären Handel.
Ein Lichtblick kam zuletzt aus Indien. Dort scheiterte nach Berichten ein Vorstoß, Energydrinks zu verbieten, vorerst; PepsiCo und Konkurrent Monster erzielten einen Etappensieg. Für die Prognose spielt das jedoch keine Rolle. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob PepsiCo in Nordamerika Preise und Volumen wieder ins Gleichgewicht bringt. Das konkrete Ausmaß der Belastung dürfte der Konzern in der Besprechung der Quartalszahlen heute näher erläutern.
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