Besser als erwartet, aber trotzdem eine gesenkte Prognose: Bei PepsiCo klaffen Quartalszahlen und Ausblick auseinander. Goldman Sachs zieht daraus Konsequenzen und senkt das Kursziel auf 165 Dollar, zuvor waren es 180 Dollar. Das Votum bleibt bei „Buy“.
Quartal über den Erwartungen
Der Konzern steigerte den Umsatz im dritten Quartal um knapp 6 Prozent auf 25,3 Milliarden Dollar. Allerdings halfen Zukäufe und Wechselkurse kräftig mit. Organisch legten die Erlöse gut 3 Prozent zu, Analysten hatten mit 2,9 Prozent gerechnet. Der bereinigte Gewinn je Aktie stieg auf 2,34 Dollar und übertraf die Konsensschätzung von 2,30 Dollar.
Getragen wurde das Quartal von Lateinamerika, Asien-Pazifik und der Region Europa, Naher Osten und Afrika. Das Nordamerika-Geschäft hinkt dagegen hinterher. Konzernchef Ramon Laguarta räumte ein, es habe sich schlechter entwickelt als erwartet und biete erhebliches Verbesserungspotenzial.
Ausblick belastet
Der Vorstand engt die Spanne für das organische Umsatzwachstum 2026 auf rund 3 Prozent ein. Beim währungsbereinigten Gewinn je Aktie rechnet er nur noch mit einem Plus von 1 bis 2 Prozent. Bisher stand das untere Ende einer Spanne von 4 bis 6 Prozent im Raum. Steigende Produktionskosten und die nachlassende Konsumfreude drücken auf die Margen.
Goldman verweist auf die Gegenmaßnahmen: Das Management prüft strukturelle Kostensenkungen und weitere Re-Franchising-Schritte in einzelnen Regionen. Werbung und Innovation sollen langfristig weiter gestützt werden.
Zudem erwägt der Konzern Preisaktionen nach Vertriebskanal und Anpassungen der Promotions über die Produktstufen hinweg. Im Februar hatte PepsiCo bereits die Preise für bestimmte mittelgroße Tüten seiner wichtigsten Snackmarken gesenkt.
Bewertung als Argument
Aus Sicht der Bank spricht der Kurs für die Aktie. Das Papier notiert bei rund 128 Dollar, nicht weit vom Jahrestief bei gut 123 Dollar entfernt, und liegt seit Jahresbeginn knapp 8 Prozent im Minus. Der Bewertungsabschlag auf Coca-Cola beträgt laut Goldman rund 10 Punkte beim Kurs-Gewinn-Verhältnis auf Basis der Erwartungen. Im langjährigen Schnitt liegt er bei etwa einem Punkt.
Am Donnerstag legte die Aktie im frühen US-Handel um gut zwei Prozent zu und schloss mit einem Plus von knapp 4 Prozent. Die weiteren Kostensenkungen will PepsiCo in den kommenden Monaten umsetzen. Ob sie die Margen stabilisieren, zeigt sich erstmals mit dem Jahresabschluss.
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