Die PepsiCo-Aktie notiert aktuell bei 144,64 US-Dollar – und damit deutlich unter dem neuen Kursziel von 164 US-Dollar, das JPMorgan am Mittwoch ausgegeben hat. Die US-Investmentbank stufte den Getränke- und Snackkonzern von Neutral auf Overweight hoch. Der Grund: eine beschleunigte Strategie, die auf Innovation, Marketing und aggressive Kosteneinsparungen setzt.
Die Hochstufung folgt auf eine Ankündigung von PepsiCo, die nach Gesprächen mit dem aktivistischen Investor Elliott Investment Management entstanden ist. Das Unternehmen legte vorläufige Ziele für 2026 vor: organisches Umsatzwachstum von 2 bis 4 Prozent und ein Gewinnwachstum je Aktie von 5 bis 7 Prozent. JPMorgan-Analystin Andrea Teixeira sieht darin das Potenzial für eine hohe einstellige Gesamtrendite im kommenden Jahr.
Besonders interessant: PepsiCo handelt derzeit mit einem Abschlag von rund 15 bis 20 Prozent gegenüber vergleichbaren Qualitätstiteln. Bei einer Marktkapitalisierung von 200 Milliarden US-Dollar und einem KGV von 27,5 erscheint die Bewertung attraktiv – zumal die Bruttomarge bei soliden 54,3 Prozent liegt und die Dividendenrendite 3,93 Prozent beträgt.
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Schrumpfkur soll Wachstum bringen
Das Kernstück der Strategie: PepsiCo will sein US-Produktportfolio um 20 Prozent reduzieren. Parallel dazu plant der Konzern Werksschließungen und schärfere Preispositionierung im Wertbereich. Die Maßnahmen zielen vor allem auf das nordamerikanische Lebensmittelgeschäft, insbesondere die Marke Frito-Lay.
JPMorgan identifiziert bereits „grüne Triebe“ aus den Investitionen in Erschwinglichkeit und Umsatzmanagement. Die Integration der Marken Siete und Poppi in der zweiten Jahreshälfte sowie die erweiterte Distribution von Alani Nu sollen zusätzlichen Schwung bringen.
Doch nicht alle Analysten teilen den Optimismus. Bank of America hält mit Analyst Peter Galbo an einem neutralen Rating und einem Kursziel von 155 US-Dollar fest. Seine Einschätzung: Das Portfolio sehe trotz der Ankündigungen weiterhin herausfordernd aus. Galbo belässt seine Gewinnprognose für 2026 bei 8,60 US-Dollar je Aktie – ein Plus von 6 Prozent.
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Skepsis trotz Aktivismus
Morgan Stanley zeigt sich vorsichtig optimistisch. Analyst Dara Mohsenian bemängelt, dass viele der vorgestellten Initiativen eine Wiederholung früherer Pläne seien. Die Guidance für 2026 sei zwar etwas besser als erwartet ausgefallen, aber „nicht notwendigerweise konservativ“.
Die Entscheidung, keine Marken zu verkaufen und die US-Abfüller nicht wieder zu franchisen, wertet Bank of America als Zeichen von Vertrauen in die strukturelle Solidität des Geschäfts. JPMorgan hält dagegen, dass die Marktreaktion skeptischer ausgefallen sei als erhofft. Anleger zweifeln vor allem an der für die zweite Jahreshälfte eingepreisten Erholung des organischen Wachstums und der anvisierten Margenausweitung.
Bleibt die Frage: Reichen die angekündigten Maßnahmen für eine Trendwende? Die kommenden Quartale werden zeigen, ob PepsiCo tatsächlich liefern kann – oder ob die Chips doch nicht so günstig sind, wie JPMorgan meint.
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