PepsiCo notiert mit 117,18 Euro nur noch knapp über seinem 52-Wochen-Tief von 116,72 Euro, das der Konzern erst Anfang Januar markiert hatte. Der Abstand beträgt lediglich 0,4 Prozent. Damit hat sich die Aktie seit ihrem Jahreshoch von 144,88 Euro Anfang März um 19 Prozent verbilligt – ein deutliches Zeichen, dass die Anleger dem Konsumgüterriesen derzeit wenig Vertrauen schenken.

Dividende steigt, Kurs bleibt schwach

Trotz der schwachen Kursentwicklung hält PepsiCo an seiner Ausschüttungspolitik fest. Der Vorstand hatte im Juli eine Quartalsdividende von 1,48 US-Dollar je Aktie beschlossen, ein Plus von vier Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die annualisierte Dividende steigt damit auf 5,92 US-Dollar von zuvor 5,69 US-Dollar.

Ausgezahlt wird die Dividende Ende September an Aktionäre, die am 4. September im Aktienregister eingetragen waren. Die Erhöhung unterstreicht, dass das Management trotz operativer Herausforderungen an der Kapitalrückführung festhält – ein Signal, das insbesondere einkommensorientierte Anleger goutieren dürften, auch wenn es den Kursverfall bislang nicht aufhalten konnte.

Charttechnisch zeigt sich das Bild angeschlagen: Der Kurs liegt 2,6 Prozent unter dem 50-Tage-Durchschnitt und acht Prozent unter der 200-Tage-Linie von 127,31 Euro. Der relative Stärke-Index von 39,4 signalisiert zwar keine extreme Überverkauft-Situation, deutet aber auf anhaltenden Abwärtsdruck hin.

Blick auf den nächsten Quartalsbericht

Im Fokus der Anleger steht nun der kommende Quartalsbericht. PepsiCo hat den Termin für die Zahlen zum dritten Quartal 2026 auf den 8. Oktober um 6:00 Uhr Ostküstenzeit festgelegt, das Berichtsquartal endet am 5. September.

Um 8:15 Uhr Ostküstenzeit folgt eine Analystenkonferenz mit Konzernchef Ramon Laguarta und Finanzchef Steve Schmitt. Vor dem Hintergrund der andauernden Diskussion um die Erholung des nordamerikanischen Snackgeschäfts dürften die Ausführungen des Managements zu Preisentwicklung und Volumen genau seziert werden.

Ergänzend zur operativen Berichterstattung öffnet PepsiCo am 23. September in Mexico City seinen Sustainability Innovation Hub. Zehn externe Innovatoren präsentieren dort Lösungen für Nachhaltigkeitsprobleme des Konzerns, darunter Technologien zum chemischen Recycling von flexiblen und mehrschichtigen Kunststoffverpackungen.

Solche Initiativen zielen langfristig auf Kosteneinsparungen und regulatorische Anpassungsfähigkeit ab, dürften kurzfristig aber kaum Einfluss auf die Kursentwicklung nehmen.

Analysten bereits im Sommer skeptisch

Bereits im Juli hatten mehrere Analysehäuser ihre Einschätzungen zu PepsiCo nach unten korrigiert. Citigroup senkte die Einstufung Anfang Juli auf „Hold“ und das Kursziel auf 145 US-Dollar von zuvor 170 US-Dollar, mit Verweis auf ein weiterhin schwaches Nordamerika-Geschäft trotz Preissenkungen.

Barclays reduzierte kurz zuvor das Kursziel auf 144 US-Dollar von 158 US-Dollar bei unveränderter „Equalweight“-Einstufung. Das Analysehaus äußerte damals Skepsis an der Nachhaltigkeit der Erholung bei PepsiCo Foods North America und senkte seine Umsatzwachstumsprognose für 2026 auf 2,6 Prozent – am unteren Rand der eigenen Konzernprognose von zwei bis vier Prozent.

Diese Einschätzungen liegen inzwischen mehr als zwei Monate zurück und spiegeln damit nicht mehr zwingend die aktuelle Stimmung wider. Dass der Kurs seither weiter unter Druck geraten ist und sich nun dem Jahrestief nähert, deutet aber darauf hin, dass die damals geäußerten Bedenken am Markt weiterhin nachwirken.

Der anstehende Quartalsbericht Anfang Oktober dürfte zeigen, ob sich die Lage im nordamerikanischen Kerngeschäft tatsächlich stabilisiert oder ob der Abwärtstrend an der Börse weiter Nahrung erhält.