Elliott Investment Management steckt vier Milliarden Dollar in PepsiCo – doch statt der erhofften Rally folgt der Absturz. Der Aktivist prangert schwächelnde Margen in Nordamerika an, während die Aktie inzwischen sogar tiefer steht als vor der Intervention. Kann der Getränke- und Snackgigant das Vertrauen zurückgewinnen?
Aktivist mit schwerem Geschütz
Elliott Management hat sich mit einem vier Milliarden Dollar schweren Paket rund zwei Prozent an PepsiCo gesichert. Der erste Marktreflex am 2. September war eindeutig: Die Aktie schoss nach oben. Doch diese Euphorie erwies sich als Strohfeuer – inzwischen ist der Kurs sogar unter das Niveau vor der Bekanntgabe der Beteiligung gefallen.
Der Kern von Elliotts Kritik trifft PepsiCo an einem empfindlichen Punkt: Die Gewinnmargen in den nordamerikanischen Getränke- und Snacksparten schwächeln dramatisch. In ihrer Präsentation macht die Investmentfirma diese Schwäche als Hauptbremse für Wachstum und Erträge aus – trotz starker internationaler Geschäfte.
Zwischen Unterbewertung und Problemen
Paradoxerweise sieht Elliott die PepsiCo-Aktie als unterbewertet an. Die Zahlen scheinen dem recht zu geben:
- Kurs-Gewinn-Verhältnis von nur 17,7
- Dividendenrendite von rund 4 Prozent
- 53 Jahre in Folge mit Dividendenerhöhungen
PepsiCo selbst hält sich bedeckt und kündigte lediglich an, Elliotts Vorschläge zu prüfen. Der Quartalsbericht am 9. Oktober dürfte zum Showdown werden – dort wird das Management scharfen Fragen der Analysten gegenüberstehen.
Analysten bleiben skeptisch
Die Wall Street zeigt sich unbeeindruckt von Elliotts Vorstoß. TD Cowen bekräftigte das „Hold“-Rating und verwies auf die weit verbreitete Skepsis gegenüber den Aktivisten-Plänen. Auch der Konsens von 19 Analysten lautet auf „Halten“ – ein klares Signal für mangelndes Vertrauen in schnelle Erfolge.
Die technische Lage verstärkt die Zweifel: Nach dem Rücksetzer von fast sechs Prozent seit Jahresbeginn deutet die Chartanalyse auf weitere Abwärtsrisiken hin, auch wenn kurzfristig eine Erholung möglich bleibt.
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