Der US-Konzern PepsiCo stellt seine Preispolitik im Snack- und Getränkegeschäft neu auf. Nachdem vorangegangene Preissenkungen die Nachfrage nicht spürbar ankurbeln konnten, bereitet das Unternehmen selektive Erhöhungen für Chips, Dips und Getränke vor. Bloomberg berichtete, dass die Anpassungen voraussichtlich ab Ende 2026 oder Anfang 2027 wirksam werden sollen. Die neuen Preisniveaus sollen dabei unter den früheren Höchstständen bleiben.

Hintergrund der strategischen Neuausrichtung ist ein schwächelndes Nordamerika-Geschäft. Dort war der Lebensmittelumsatz zuvor um 2 % zurückgegangen. Der Versuch, die Absatzmengen über vergünstigte Konditionen zu stabilisieren, verfehlte das gewünschte Ziel.

Am Markt stieß die geplante Anpassung auf Zurückhaltung: Im gestrigen Handel fiel die Aktie um 1,4 % auf 112,78 Euro und notiert damit nur noch 1,1 % über ihrem 52-Wochen-Tief von 111,52 Euro.

Analysten stutzen ihre Kursziele

Die verhaltene Entwicklung im US-Heimatmarkt schlägt sich auch in den Bewertungen der Analysehäuser nieder. Gestern senkte die Citigroup ihr Kursziel für die PepsiCo-Aktie von $145 auf $142, behielt die neutrale Einstufung jedoch bei.

Bereits am Mittwoch hatte BNP Paribas den Rotstift angesetzt. Die Bank reduzierte ihr Kursziel deutlich von $183 auf $161, bestätigte die Einstufung für den Titel aber weiterhin mit „Outperform“. Beide Häuser tragen damit den anhaltenden Herausforderungen bei den Absatzvolumina und der Preissetzungsmacht Rechnung. Vor gut einer Woche hatte der Konzern zudem die Schließung seines Abfüllstandorts in Cheverly bekannt gegeben.

Verstärkung für das Kontrollgremium

Neben den operativen Weichenstellungen meldete der Konsumgüterriese auch eine personelle Veränderung im obersten Führungsgremium. Mit Wirkung zum 1. Dezember 2026 wurde Joaquin Duato, Chairman und CEO von Johnson & Johnson, zum unabhängigen Verwaltungsratsmitglied gewählt. Duato wird nach seinem Amtsantritt dem Prüfungsausschuss des Gremiums angehören.

Für Anleger richtet sich der Blick nun darauf, ob die angepeilten Preiserhöhungen zum Jahreswechsel 2026/2027 ausreichen, um die Margen im nordamerikanischen Snacksegment wieder zu stabilisieren, ohne die preissensiblen Verbraucher weiter zu verprellen.