Perpetua Resources hat eine ereignisreiche Woche hinter sich. Die Hauptversammlung brachte klare Zustimmung der Aktionäre – und am Freitag folgte ein juristischer Erfolg. Ein Bundesrichter stoppte den Versuch von Umweltgruppen, das Stibnite-Gold-Projekt per einstweiliger Verfügung zu blockieren.
Doch die Aktie reagierte anders. Der Kurs fiel am Freitag um 10,16 Prozent auf 19,36 Euro. Auf Wochensicht beträgt das Minus 17,62 Prozent.
Hauptversammlung mit Rekordbeteiligung
Am 4. Juni tagte das Unternehmen virtuell. 80,35 Prozent der ausstehenden Aktien waren vertreten – rund 100,5 Millionen Stimmrechte. Die Aktionäre bestätigten alle neun Kandidaten für den Aufsichtsrat. Die Zustimmung lag zwischen 85,84 und 99,81 Prozent. Auch der Vergütungsplan für Führungskräfte wurde mit 98,93 Prozent der Stimmen angenommen. PricewaterhouseCoopers bleibt als Wirtschaftsprüfer für 2026 bestätigt.
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Gericht ebnet Weg für Minenprojekt
Die entscheidende Nachricht kam am 5. Juni. Ein Bundesgericht in Idaho wies den Eilantrag von Umweltverbänden ab. Diese wollten die Bauarbeiten am Stibnite-Gold-Projekt stoppen. Der Richter sah keine unmittelbare, irreversible Gefährdung. Die Entwicklung des Projekts kann vorerst weitergehen.
Parallel dazu baut Perpetua seine strategische Position aus. Eine Partnerschaft mit dem Idaho National Laboratory zielt auf die Sicherung von Antimon-Lieferungen ab – ein kritisches Mineral für die US-Versorgungskette.
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Kurs in der Nähe des überverkauften Bereichs
Trotz dieser Fortschritte steht die Aktie unter Druck. In den letzten 30 Tagen verlor sie 23,93 Prozent. Damit liegt sie deutlich unter ihren gleitenden Durchschnitten: Der 50-Tage-Schnitt bei 24,27 Euro und der 200-Tage-Schnitt bei 22,63 Euro sind außer Reichweite. Der RSI von 34,7 signalisiert, dass der Wert technisch gesehen überverkauft ist.
Die jüngste Schwäche könnte auch mit gesamtwirtschaftlichen Faktoren zusammenhängen. Starke US-Arbeitsmarktdaten senkten die Hoffnung auf baldige Zinssenkungen. Das belastete Minen- und Rohstoffaktien insgesamt.
Derweil notiert die Aktie 39,69 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 32,10 Euro. Die Jahresperformance seit Anfang 2026 liegt bei minus 7,81 Prozent. Auf zwölf Monate gesehen steht aber immer noch ein Plus von 29,50 Prozent.
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