Perseus Mining hat einen Lauf: Die Aktie kletterte am Mittwoch um 9,95 Prozent auf 6,74 australische Dollar und markierte damit ein Allzeithoch. Auslöser war die Vorlage der Geschäftszahlen für das Geschäftsjahr 2026 – und die fielen auf breiter Front besser aus als im Vorjahr.

Höherer Goldpreis gleicht sinkende Produktion aus

Der Goldproduzent mit Minen in Ghana, Côte d’Ivoire und dem Wachstumsprojekt Nyanzaga in Tansania meldete einen operativen Cashflow von 666 Millionen US-Dollar – ein Plus von 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatz stieg um 19 Prozent auf 1,5 Milliarden US-Dollar, das Ergebnis je Aktie kletterte um 17 Prozent auf 31,73 US-Cent.

Bemerkenswert: Die Goldproduktion sank im Jahresvergleich deutlich, von 496.551 auf 404.998 Unzen, bedingt durch geplante Übergänge an den Minenstandorten in Côte d’Ivoire und Ghana.

Der um 1.150 US-Dollar je Unze höhere realisierte Goldpreis von durchschnittlich 3.693 US-Dollar machte diesen Rückgang aber mehr als wett. Die Kehrseite: Die All-in-Kosten je Unze stiegen von 1.235 auf 1.750 US-Dollar, unter anderem wegen höherer Lizenzgebühren in beiden Ländern.

Bilanz bleibt schuldenfrei, Ausschüttungen steigen kräftig

Perseus schloss das Jahr mit Netto-Cash und Goldbeständen von rund 1,03 Milliarden US-Dollar ab, ein Plus von 207 Millionen Dollar. Die Gesamtliquidität liegt bei 1,4 Milliarden Dollar, das Unternehmen bleibt schuldenfrei.

Der Vorstand erhöhte die Jahresdividende um 87 Prozent auf 14 australische Cent je Aktie und stockte das Rückkaufprogramm für das Geschäftsjahr 2027 auf 350 Millionen australische Dollar auf.

Zusätzlich hat der Verwaltungsrat eine Sonderausschüttung von rund 100 Millionen australische Dollar aus dem Verkauf der sudanesischen Assets vorgeschlagen – die genaue Aufteilung zwischen Dividende und Kapitalrückzahlung soll erst nach Abstimmung mit der australischen Steuerbehörde feststehen.

Nyanzaga bleibt der Wachstumstreiber

Das Tansania-Projekt Nyanzaga war zum 30. Juni 2026 zu 67 Prozent fertiggestellt und soll im Januar 2027 die erste Goldproduktion liefern. Für das Geschäftsjahr 2027 rechnet Perseus mit einer Produktion von 420.000 bis 480.000 Unzen bei steigenden Kosten zwischen 1.835 und 2.070 US-Dollar je Unze – Nyanzaga ist in dieser Prognose noch nicht enthalten.

Mit dem Allzeithoch bei 6,74 australischen Dollar honoriert der Markt vor allem die Kombination aus Rekord-Cashflow, wachsender Ressourcenbasis und der Aussicht auf eine vierte produzierende Mine ab Anfang 2027.