Petrobras hält seinen Offshore-Kurs. Der brasilianische Ölkonzern hat den Vertrag für das Tiefseebohrschiff Noble Courage um 1.115 Tage bis Dezember 2030 verlängert. Für Noble Corporation bedeutet das zusätzlichen Auftragsbestand von 339 Millionen Dollar.
Die Tagesrate liegt von April 2026 bis Ende 2027 bei 280.000 Dollar. Ab der Verlängerungsphase steigt sie auf 309.500 Dollar pro Tag. Noble-CEO Robert Eifler bezeichnete den Deal als wichtigen Baustein der kommerziellen Dynamik seines Unternehmens.
Milliarden für die Pre-Salt-Felder
Die Vertragsverlängerung passt zur Kapitalstrategie von Petrobras. Die Hauptversammlung vom 16. April billigte einen Investitionsplan von umgerechnet rund 22,8 Milliarden Dollar für 2026. Der Löwenanteil — rund 83,6 Milliarden Reais — fließt in Exploration und Förderung, konzentriert auf die Pre-Salt-Felder.
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CEO Magda Chambriard will die Produktion nahe 2,2 Millionen Barrel täglich halten und den Búzios-Komplex weiter ausbauen. Das Produktionsziel und der Investitionsplan erhielten auf der Hauptversammlung explizite Unterstützung.
Dividende trifft Investitionsdruck
Die Kapitalallokation bleibt die eigentliche Herausforderung. Petrobras schüttete zuletzt 41,24 Milliarden Reais als Dividende aus — und will gleichzeitig das Investitionsvolumen deutlich steigern. Das klingt nach Konflikt. Allerdings liegt der Förder-Breakeven der Pre-Salt-Felder unter 40 Dollar je Barrel. Das schafft erheblichen Spielraum für freien Cashflow, selbst bei niedrigeren Ölpreisen.
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Neu ist die politische Dimension. Die Hauptversammlung wählte Guilherme Mello, aktuell Staatssekretär im brasilianischen Finanzministerium, zum Aufsichtsratsvorsitzenden. Finanzminister Fernando Haddad hat Petrobras-Dividenden wiederholt als strukturelle Säule der Bundesfinanzen bezeichnet. Mello sitzt nun direkt an dem Hebel, der Investitionen gegen Ausschüttungen abwägt.
Berichtssaison steht an
Am 30. April veröffentlicht Petrobras seinen Produktions- und Verkaufsbericht für das erste Quartal 2026. Die Finanzergebnisse folgen am 11. Mai, ein Webcast mit englischer Simultanübersetzung am 12. Mai. Das Management hatte zuvor einen Gewinn je Aktie von 0,35 Dollar für Q1 in Aussicht gestellt, bei einer angestrebten Raffinerie-Auslastung von 95 Prozent.
Die Aktie hat sich in den vergangenen zwölf Monaten mehr als verdoppelt und notiert aktuell bei 7,79 Euro — rund vier Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 8,11 Euro. Der Produktionsbericht Ende April wird zeigen, ob die operative Basis diese Bewertung trägt.
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