PFISTERER setzt im September verstärkt auf den direkten Austausch mit institutionellen Anlegern und Analysten. Nach der Teilnahme an einer Fachkonferenz in Frankfurt am vergangenen Dienstag bereitet sich das Unternehmen nun auf die „Berenberg and Goldman Sachs German Corporate Conference“ vor, die am 23. September in München stattfindet. Diese intensivierte Kommunikation folgt auf eine Phase operativer Stärke, in der das Unternehmen vor gut zwei Wochen seine Prognosen für das laufende Geschäftsjahr nach oben korrigiert hat.
Neue Zielmarken für das Geschäftsjahr 2026
Die Anhebung der Ziele basiert auf einer dynamischen Entwicklung im ersten Halbjahr 2026. Wie die Analysten der GBC AG am 25. August berichteten, konnte der Umsatz in den ersten sechs Monaten um 20,2 Prozent auf 256,70 Millionen Euro gesteigert werden. Besonders das Bruttoergebnis von 107,77 Millionen Euro verdeutlicht die aktuelle Ertragskraft. Die EBITDA-Marge lag in diesem Zeitraum bei 20,1 Prozent.
Diese Ergebnisse veranlassten das Analysehaus dazu, die Erwartungen für das Gesamtjahr anzuheben. Medienberichten zufolge wird für 2026 nun ein Jahresumsatz von 523,91 Millionen Euro prognostiziert.
Auch bei der Profitabilität wurden die Erwartungen nach oben geschraubt: Das EBITDA wird nun auf 104,35 Millionen Euro taxiert. Damit reagiert die Einschätzung auf das höhere Margenprofil, das PFISTERER in der ersten Jahreshälfte unter Beweis gestellt hat.
Diskrepanz zwischen Kursziel und Marktwert
An der Börse spiegeln sich diese operativen Fortschritte bisher nur bedingt wider. Am Montag schloss die Aktie bei 72,05 Euro. Damit weist das Papier einen Abstand von minus 37 Prozent zum 52-Wochen-Hoch auf, das am 18. Mai bei 114,60 Euro markiert wurde. Die Marktkapitalisierung des Spezialisten für Energieinfrastruktur beläuft sich aktuell auf 1,41 Milliarden Euro.
In der jüngsten Analyse der GBC AG wird in dieser Kursfeststellung eine deutliche Unterbewertung gesehen. Die Experten bestätigten am 25. August ihre Einstufung mit „Kaufen“ und beließen das Kursziel bei 115,00 Euro. Dies deutet auf ein erhebliches Aufwärtspotenzial hin, sofern es dem Management gelingt, das Vertrauen der Investoren in die Nachhaltigkeit der neuen Margenziele zu festigen.
Die kommenden Auftritte auf internationalem Parkett dienen dazu, die strategische Aufstellung und die verbesserten Finanzkennzahlen einem breiteren Publikum vorzustellen. Während der Kurs seit Jahresbeginn um 5,7 Prozent nachgegeben hat, markiert die Teilnahme an der Münchner Konferenz Ende September einen weiteren Meilenstein in der Bemühung, die Sichtbarkeit der neuen Prognose-Basis am Kapitalmarkt zu erhöhen.
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